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47 Ergebnisse gefunden für „“

  • Zurück ins Leben gerannt

    Meine grosse Leidenschaft oder besser gesagt, meine zweite Liebe ist das Laufen (Joggen). Für mich ist dieser Sport Hilfe in Krisen oder Minderung von Sorgen. Nach dem Laufen sind die Probleme immer noch da, aber man sieht klarer und findet deshalb auch eher eine Lösung. Es ist auch Lebensfreude. Mein ganzer Körper jubelt, wenn ich mit „ihm“ joggen gehe. Er belohnt mich jeweils immer mit einer guten Portion Endorphine. (Ausschüttung von Glückshormonen) Weil es mir nun immer besser geht ich auch wieder regelmässiger jogge, schlug mein Mann René plötzlich vor, ich solle doch wieder mal an einem Wettkampf mitmachen. Es war schon lange mein Wunsch wieder einmal die Atmosphäre an einem Lauf zu erleben. Einmal Läuferin immer Läuferin! Einer meiner Lieblingsläufe ist der Reusslauf in Bremgarten (AG). Es ist eine wunderschöne Strecke mit sehr engagierten Organisatoren und super Stimmung. Zudem ist dieses Jahr noch das 40-jährige Jubiläum mit grossem Fest. Ganz klar, dass ich mich für mein Comeback für den 10 Km Reusslauf entschied, der am Samstag 24.02.2024 stattfindet. Die Vorfreude ist gemischt mit etwas Nervosität und Dankbarkeit zugleich. Nervosität, ob ich die Strecke gut meistere. Dankbarkeit, wieder am Leben mit meiner Passion Laufen teilnehmen zu können Meine Teilnahme ist dem Bremgartener Bezirksanzeiger aufgefallen und hat mich spontan zu einem Interview eingeladen. Dieser Artikel hat mich sehr gefreut. Es motiviert mich und die vielen positiven Reaktionen zeigen mir, dass sich viele über mein Comeback freuen. Der Journalist Josip Lasic fand im Artikel genau die richtigen Worte. Auch der Titel „Zurück ins Leben gerannt“ bringt es auf den Punkt. Es tut so gut, wenn man spürt, wie sich die Leute mit mir freuen. Der nachfolgende Link zeigt euch ein PDF mit dem am 20.02.2024 erschienen Artikel an: Zurück ins Leben Reaktionen Da ich auch im Facebook über meine Teilnahme am bevorstehenden Reusslauf berichtete und den obigen Artikel erwähnte, bekam ich viele positiven und aufmunternde Reaktionen, was mich sehr freute. Eine Reaktion hat mich besonders gefreut und zwar kam sie vom Cheftrainer desKarate-Clubs Wohlen, Rapahel Gauch, wo ich früher einmal mittrainieren durfte. Diese Reaktion will ich euch nicht vorenthalten und darum habe ich sie nachfolgend abgebildet: Laufe und werde werde und laufe. Laufe, um in der äusseren Welt erfolgreich zu sein. Werde, um in der inneren Welt Fortschritte zu machen!

  • Meine ganz persönliche Weihnachtsgeschichte

    Ich habe Euch ja bereits in einem Blog Beitrag „Licht am Ende des Tunnels“ erzählt, dass ich ein „Wunder“ erlebt und endlich einen seriösen, kompetenten Gesichtschirurgen gefunden habe. Prof. Hermann Sailer, weltbekannter Gesichtschirurg. Alle Gesichtschirurgen in der Schweiz aber auch im Ausland kennen ihn. Sie wissen, dass er fähig ist und Unmögliches möglich macht. Bekannt ist auch, dass er viele Preise für sehr komplexe Gesichtsoperationen und Rekonstruktionen erhalten hat. Doch denkt Ihr, irgendein früherer Chirurg von mir, hätte mich nach den misslungenen Operationen, zu Prof. Sailer geschickt? Oder hätte mir zumindest von Prof. Sailer erzählt? Heute ist mir klar, warum. Ein inkompetenter, dilettantischer Arzt, wie ich es hatte, dem die Operationen nicht gelungen sind und nicht mehr weiterwusste, so einer schickt aus Eitelkeit und falschem Stolz einem nie zu einem besseren Arzt. Wenn, dann zu einem noch schlechteren Kollegen. Wie ich immer und immer wieder erleben musste. Wie ich Euch im vorherigen Blog Artikel erzählt habe, googelte (Googel hat mir schon oft geholfen) ich mitten in der Nacht, ohne grosse Hoffnung, nach „Komplexe Gesichtsrekonstruktionen“, „kompetenter Gesichtschirurg“ usw. Plötzlich kam ich auf ein Video, das von einem Kind handelte, welches entstellt auf die Welt kam. Alle Ärzte gaben den Kleinen auf, ausser Prof. Sailer. Dank ihm kann dieser Knabe nun ein normales Leben führen. Genauso einen Chirurgen brauche ich! Einer der kompetent ist und sich auch vor komplexen Operationen nicht scheut, der weiss, was zu tun ist. Am nächsten Tag rief ich in dieser „Sailerklinik“ an und seit diesem Tag geht es mir, dank ihm, jeden Tag besser. Da ich vieles in meinem vorherigen Blog Artikel erzählt habe, was Prof. Sailer seit Oktober 2023 in dieser kurzen Zeit bereits an mir verbessert hat, wiederhole ich dies hier nicht mehr. Nur so viel, ich bin einfach nur glücklich und dankbar, endlich in guten chirurgischen Händen zu sein. Ich habe dank ihm und seinem tollen Team, wieder Lebensfreude und eine Perspektive. In dieser Klinik fühle ich mich nicht wie ein Krankenmaterial, das nur Mittel zum Zweck ist, sondern, werde emphatisch und verständnisvoll behandelt. Auch Frau Dr. Sailer, die auch Ärztin ist, sind die Schicksale der Patienten nicht egal. Sie, wie ihr Mann, haben einfach immer im richtigen Moment die richtigen Worte. Man spürt, dass sie die Menschen gerne haben. Das ganze Team, auch sein Oberarzt Dr. Lanzer, üben ihren Beruf mit Kompetenz und Herzblut aus. Ich ging schon traurig in die Praxis und verliess sie eine Stunde später zuversichtlich und fröhlich. Prof. Sailer und sein Team wissen, dass ein emphatischer Umgang mit den Patienten die halbe Heilung ist. Respekt, Anstand und grosse Kompetenz erlebe ich in dieser Praxis. Eigenschaften, die ich bei den früheren Chirurgen vermisste. Ich schliesse mit einem Nietzsche Zitat: Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.   😊

  • Guru Gaitri Mantra

    Eines vorweg: Endlich habe ich seit Oktober eine Perspektive um weiterzuleben und dies mit einer guten Lebensqualität. Dies dank einem Arzt, der seit Oktober mehr für mich bzw. mein Gesicht getan hat, als die früheren Chirurgen in 6 Jahren! Vor allem gelingen dem neuen Arzt die Eingriffe bereits beim ersten Mal, weil er sich sehr gut vorbereitet und grosse Erfahrung hat. Doch, mehr davon in einem anderen Artikel. Heute zeige ich Euch ein Video mit meinen Erklärungen dazu. Es geht um eine Yoga Meditation. Meine Meditation war und ist immer noch das Joggen. Da kann ich abschalten mich vom Stress erholen. Oft fange ich ausgelaugt an zu joggen und komme erholt und mit frischer Energie zurück. In diesem Sommer war ich in einem Yoga-Kurs. Ich dachte, dies sei für mich easy, schliesslich bin ich Joggerin und «zwäg». Doch «ohha lätz»! So gesund das Joggen ist, doch es macht etwas unbeweglich, da die Muskeln sich beim jahrelangen Training verkürzen können. Dann noch mein hohes Alter 😉 Gott sei Dank war es ein Kurs für Anfänger. Die Lehrerin hat die Lektionen sehr lehrreich gestaltet. Nach jeder Lektion wusste ich etwas mehr über Yoga und konnte eine Bewegung mehr. Am Schluss hat sie uns ein Mantra gezeigt, dass mir vom ersten Moment an einfach guttat. Ich spüre eine Entspannung und Frieden in mir und komischerweise kapiert hier mein Hirn, dass nun loslassen angesagt ist und verschont mich mit doofen Gedanken. Ich mache dieses Mantra nun jeden Morgen nach meiner Morgengymnastik. Ich fühle mich danach jeweils einfach gut und voller Energie. Deswegen möchte ich Euch dies hier nun vorstellen: Das Mantra wird folgendermassen beschrieben: Dieses Mantra hat eine ganz aussergewöhnliche Wirkung. Es beseitig karmische Blockaden und Unglück aus der Vergangenheit. Es reinigt die Aura, so dass es dir leichter fällt zu meditieren und dich mit der Unendlichkeit zu verbinden. Es ist ein Schutzmantra, reinigt das Unterbewusstsein, stabilisiert die beiden Gehirnhälften und führt Shakti-Sonnenenergie in jeden Nerv deines Körpers. Es arbeitet am Herzzentrum, indem es Mitgefühl, Geduld und göttliche Toleranz entwickelt, sowie die Fähigkeit Erbitterung, Schmerz und den Angriffen der Zeit zu widerstehen. Bedeutung der folgenden Übungen: Gobinde Tröster/ Erhalter Mukande Befreier Udaare Erleuchter Apaare Unendlicher Hariang Zerstörer Kariang Schöpfer Nirname Namensloser Akame Wunschloser Beschreibung der Übungen Ausführung der Übungen Zum Schluss zeige ich euch noch, wie ich die Übungen jeweils am Morgen auf dem Balkon ausführe. Damit es etwas leichter fällt, lasse ich mich von einer Mantra-Musik begleiten. Probiert es doch einmal selbst. Es tut wirklich gut.  😊

  • Licht am Ende des Tunnels

    Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung. Dieser Spruch passt perfekt zu meiner Situation. Ich war nur noch verzweifelt! So verzweifelt, dass ich in jedem Arzt eine potentielle Gefahr sah. Ich hatte nur noch Angst und suchte keinen Arzt mehr auf. Doch nach dem Motto „Leben ist immer lebensgefährlich“ suchte ich einen neuen Gesichtschirurgen. Dank, unter anderem Herrn Google, fand ich dann einen berühmten Gesichtschirurgen und Professor in Zürich, der in Amerika viele Preise für seine chirurgischen Arbeiten erhalten hat. Bei ihm meldete ich mich nach drei Tagen Bedenkzeit an. Als ich ihn das erste Mal aufsuchte, sagte mir mein total verzweifelter Verstand „Susi, alle Ärzte sind gefährlich“. Doch mein Herz und vor allem mein Bauchgefühl sagten: „Susi hier bist du bei einem guten Arzt“. Mein Verstand irrte sich in den vielen Jahren meiner Ärzte-Odyssee so oft, dass ich nun voll und ganz auf mein Bauchgefühl hörte und den Verstand ignorierte. Gott sei Dank! Der Gesichtschirurg sah auf dem Röntgenbild, dass es im Nasenbereich im Gewebe zwei Schrauben hatte, die vermutlich für meine Schmerzen verantwortlich waren. Die hatte der frühere Chirurg bei der letzten Operation allem Anschein nach einfach vergessen. Zudem ist der gleiche Arzt für meinen schiefen Mund verantwortlich. Er hatte eine Seite des Gesichtes so malträtiert, dass ich nur noch auf einer Seite eine Nasolabialfalte hatte. Dadurch war mein Gesicht - aber vor allem mein Mund - total schief. Ständig muss ich den Leuten erklären, warum mein Mund so komisch aussieht. Ich leide wirklich darunter. Der Professor und sein Oberarzt, auch ein bekannter Chirurg, erklärten mir alles genau, was möglich ist und was nicht. Wichtig sei auch, dass diese nutzlosen Schrauben entfernt werden, da diese das Gewebe entzünden und Beschwerden machen können, was ich ja auch spürte. Weil es in meinem Fall nicht möglich war, die kaputte Nasolabialfalte zu rekonstruieren, entschieden sie sich, meine Nasolabialfalte links zu entfernen, damit es nicht mehr ganz so auffällig sei. Auch erklärten sie mir, dass sie nicht alles in der gleichen Operation machen werden, sondern Schritt für Schritt vorgehen, damit sich das Gewebe und ich erholen können. In der jetzigen Operation war das Ziel, die Schrauben zu entfernen und die Nasolabialfalte zu entfernen. Alles Weitere werde später in Angriff genommen. Endlich Ärzte, die keine Massenabfertigungen machen und einen Plan haben, wie es weitergeht! Am 12. Oktober um 14:30 war die Operation in der Klinik. Freundlich wurde ich empfangen. Auch auf der Abteilung herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre. Der Anstand und das Benehmen gegenüber dem Patienten waren professionell, emphatisch und mit der nötigen Distanz, die es in diesem Beruf braucht. Das Pflegepersonal behandelte mich nicht wie eine Aussätzige, auch nicht mit komischen Bemerkungen, sondern kompetent und sehr hilfsbereit. Im Operationsraum war ich dank dem netten Empfang und dem freundlichen Personal nervös aber ohne Angst. Vermutlich nervte ich den Narkosearzt ein wenig, da ich ununterbrochen plapperte. Dies mache ich immer, wenn ich nervös bin. Doch die Narkose brachte mich zum Schweigen. 😉 Als ich im Aufwachraum erwachte, weiss ich nur noch, dass ich sofort wieder anfing zu plappern. Der Professor begrüsste mich und sagte mir, dass alles gut verlaufen sei. Nun solle ich aber nicht zu viel reden, damit die Wunde um den Mund sich nicht ständig bewege. Es versteht sich von selbst, dass ich sofort schwieg. Auf der Abteilung wurde ich sehr gut betreut. Fühlte mich gut aufgehoben und wohl. Der Oberarzt kam noch vorbei und brachte mir die zwei Schrauben, die in meinem Gewebe waren. Das Gewebe um die Schrauben war deswegen entzündet und sehr strapaziert. Ich erholte mich schnell. Dies auch, weil ich nicht ständig im Halbstunden-Takt, wie im früheren Spital, von voyeuristischen Assistenzärzten, die ich nicht einmal kannte, aufgesucht wurde, die mit ihren privaten Handys jeweils Fotos von mir machten. Tempi passati! 😊 Am Samstag konnte ich bereits nach Hause. Ich hatte null Schmerzen. Besonders erfreulich, der stechende Schmerz war weg, weil nun endlich diese Schrauben entdeckt und entfernt wurden. Weitere Infos folgen. Als Abschluss eine Lebensweisheit: Akzeptiere, was ist Lass gehen, was war Hab Vertrauen in das, was kommt

  • Endlich wieder ein Gesicht!

    Vorgeschichte Seit fünf Jahren musste ich mit dieser selbst genähten Stoffmaske herumlaufen. Im Jahr 2018 hiess es zuerst seitens der Ärzte, dass ich innert einem halben Jahr wiederhergestellt sei und dass ich nur eine Augenepithese bräuchte. Die Nase werde rekonstruiert. Sie seien Koryphäen in diesen komplexen Rekonstruktionen. Dem war leider nicht so! Als mir dann einer dieser „Koryphäen“ sagte, ich solle doch mit dieser Stoffmaske leben, ich sei ja schon 60 Jahre alt, wusste ich, dass ich angelogen wurde. Mit dem Messer waren sie ganz schnell. Da sie nicht mehr weiter wussten, drückten sie sich vor der Verantwortung. Dies ganz legal, das dürfen Ärzte …. Nach zwei gescheiterten Versuchen mit Epithetikern hier in der Schweiz, resignierte ich. Eine Epithese sprang immer plötzlich weg. Ich war im Restaurant, schwups, die Epithese sprang über den Tisch. Ich war im Tram, schwups, die Epithese fiel zu Boden und ich ohne Epithese vor all den Leuten. Der Epithetiker meinte dann, ich solle mich einfach nicht unnötig bewegen. Dass ich damit keinen Bungee Jump machen kann, war mir klar, doch nicht mal Kaffee trinken? Bei der nächsten Epithese bei einem anderen Epithetiker, war die Epithese so schwer, dass ich das Gefühl hatte, einen Betonklotz im Gesicht zu tragen. Zudem schmerzte sie und machte mir die Haut ganz wund. Auch die Farbe stimmte überhaupt nicht. Mir blieb nichts anderes übrig, als weiterhin mit dieser Stoffmaske herumzulaufen. Ein neues Licht am Horizont Von der Nasenkrebsgruppe in Deutschland gab mir dann jemand eine Adresse in Potsdam. Dort sei eine Epithetikerin, die schon Unmögliches möglich gemacht habe. Ohne grosse Hoffnung kontaktierte ich Frau Hering, so der Name der Epithetikerin. Spontan bot sie an, dass sie in einem Monat in Zürich sei und bei uns vorbeikommen könnte. So könne sie sich einen ersten Überblick von mir bzw. meinem Gesicht machen. Ihr Besuch bei uns und ihre individuellen Lösungsvorschläge überzeugten mich und meinen Mann. Nach dem Motto „never give up“, fuhren wir dann im August 2023 an einem Sonntagmorgen nach Potsdam und blieben eine ganz Woche dort. Wir hatten das Hotel neben der Praxis. Dies war ideal, da wir jeden Tag morgens ab 9 Uhr in der Praxis sein mussten. Am Vormittag und am Nachmittag hatten wir jeweils eine Sitzung, die zwei bis drei Stunden dauerte. Schon nach dem ersten Tag waren René und ich sehr zuversichtlich, dass es nun endlich klappen könnte. Die Chemie stimmte. Frau Hering ist eine fröhliche, emphatische und kompetente Frau. Jedes Detail, war es noch so klein, sah sie. Man spürte, dass sie ihren Beruf mit Leidenschaft und Freude ausführt und zudem erklärte sie uns alles ausführlich, währenddem sie arbeitete. Cool war, dass wir trotzdem genug Zeit hatten Potsdam etwas kennenzulernen. Eine wunderschöne Stadt zum flanieren und mit tollen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Schloss Sanssouci mit dem wunderschönen, grossen Park. Am Mittwoch war die Epithese soweit fertig, dass ich sie anziehen konnte. René und ich waren sprachlos, einfach nur WOW! Sie sieht sehr natürlich aus und passt absolut in mein Gesicht. Die Nase musste sie etwas markant machen, um das Transplantat zu verdecken. Doch ich wollte ja schon immer eine grössere Nase und mir gefällt es sehr gut! Da Frau Hering an der Epithese noch einige kleine Details machen musste, konnte ich sie noch nicht mitnehmen. Ab Donnerstag war es dann soweit. Ich durfte sie tragen und mitnehmen. Doch, oh Schreck, plötzlich bekam ich Panik. Seit fünf Jahren musste ich mein Gesicht verhüllen und nun plötzlich zack, sollte ich mich unverhüllt mit einem neuen Gesicht zeigen? Mein Vorschlag, ich werde am Anfang die Epithese nur im Zimmer tragen, kam bei René und Frau Hering gar nicht gut an. Ich hatte einfach plötzlich Angst, unverhüllt herumzulaufen. Hält die Epithese, merkt man, dass es eine künstliche Gesichtsmaske ist? Wie reagieren die Leute, wenn sie mit mir sprechen und mein unbewegliches, künstliches Auge entdecken? Fragen und Ängste, doch ich wusste dann auch, da muss ich durch. Nur so merke ich, wenn es noch irgendwo drückt oder sonst etwas nicht Ok wäre. Da wir noch bis Sonntag in Potsdam waren, hätte, falls nötig, Frau Hering auch noch nachkorrigieren können. Doch, es war nicht nötig! Die Epithese ist soooo bequem, dass ich sie nicht mal spüre. Ich kann damit joggen, duschen, schwimmen und sogar in die Sauna gehen. Ich habe alles ausprobiert und es funktioniert. 😊 Seit diesem Tag bin ich - seit Jahren - einfach wieder einmal nur glücklich. Die letzten zwei Tage in Potsdam genossen wir unsere neue Freiheit. Freiheit, nun endlich auszugehen, ohne ständig mit Blicken konfrontiert zu werden. Was sagte ich immer? HEUTE IST NICHT ALLE TAGE, ICH KOMM WIEDER KEINE FRAGE 😊

  • Start der Inklusionsinitiative

    Kurze Erklärung Die Inklusionsinitiative will die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Zum Beispiel, dass sie selber die Wohnform oder den Wohnort wählen können und nicht einfach über die Menschen bestimmt wird. Dies betrifft auch Senioren und Seniorinnen, die lieber zu Hause gepflegt werden möchten. Wenn man bedenkt, was ein Pflegeheim monatlich kostet, kommt die Pflege zu Hause in den meisten Fällen günstiger. Es darf nicht sein, dass man Menschen gegen ihren Willen einfach „versorgt“. Weitere ausführliche Infos zur Initiative am Schluss. Am 27.04.2023 fand in Bern der Start der Unterschriftensammlung für die Initiative statt. Für mich war klar, dass ich da mithelfen wollte. Dass ich einen Engel von Mann habe, merkte ich wieder einmal mehr, als er mir sagte, dass er mich nach Bern fahren werde. Damit wir am Abend aber keinen Stress mit dem Zurückfahren und dem Stau haben würden, buchte er für uns eine Nacht in einem Hotel. Einen Tag vor dem Start der Initiative war ich sehr nervös. Ich erschrak vor meinem eigenen „Über“-mut, mich als Helferin für die Unterschriftensammlung anzumelden. Ich hatte Angst. Angst, wie reagieren die Leute auf mein Gesicht, wenn ich sie anspreche? Angst, dass ich keine einzige Unterschrift bekomme, weil die Leute das Weite suchen, wenn ich in die Nähe komme. Auch Angst, dass meine fast täglichen Gesichtsschmerzen mir Energie rauben würden und ich nicht zu gebrauchen wäre. Doch Angst hin oder her, pünktlich um 11 Uhr war ich am Treffpunkt in Bern. Es war eine so fröhliche und herzliche Atmosphäre, dass ich mich sofort wohl fühlte. Es war wirklich vom Organisationskomitee alles bis aufs Detail sehr gut organisiert. Nach Instruktionen und Ansprachen ging es an die Arbeit. In einer Gruppe Unterschriften zu sammeln ist schon einfacher, als wenn man alleine unterwegs ist. Die Atmosphäre beim Unterschriftensammeln war fröhlich und ausdauernd. Die Gespräche mit den Leuten auf der Strasse interessant und berührend. Einige erzählten uns ihre traurigen Schicksale, dass sie krank wurden und nun für alles kämpfen müssen. Jemand erzählte von seinem Lebenspartner, der erst 40 Jahre alt sei, MS habe und nun einfach über ihn bestimmt wurde und er ins Pflegeheim abgeschoben wurde. Dies, obwohl er lieber zu Hause gepflegt worden wäre. Es sind diese Schicksale, die zeigen, dass es die Inklusionsinitiative dringend braucht! Fazit Meine Angst war total unbegründet. Niemand machte eine blöde Bemerkung. Alle waren freundlich. Auch die, die nicht unterschreiben wollten, hörten trotzdem zu, um zu erfahren, um was es bei der Initiative geht. Kein Mensch kann einem anderen die ganze Last abnehmen. Er kann aber mit einer Unterschrift für die Inklusionsinitiative tragen helfen. Impressionen Eigeninitiative Falls ihr nun von mir angesteckt wurdet und selbst etwas in eurem Umkreis für die Initiative tun wollt, habe ich euch nachfolgend den Flyer kopiert. Mit dem untenstehenden Link findet ihr alle Informationen zur Initiative, wie und wo ihr Unterschriftenbögen runterladen könnt und auf was ihr achten müsst. Link www.inklusions-initiative.ch/leichte-sprache

  • Meine engagierte Psychologin

    Ein engagierter Mensch, der mehr macht, als nur seinen Job Wenn man jahrelang wegen einer Krankheit, in den Händen oder unter dem Messer von Fachleuten ist, erlebt man einiges. Ab und zu frage ich mich schon, warum gewisse Ärzte Medizin studierten, obwohl sie bei Komplikationen sofort überfordert sind und den kranken Menschen dann im Elend lassen. Leider meine Erfahrungen in der Schweiz. Meine Erfahrungen sind aber auch, dass es sehr viele engagierte Menschen gibt, die ihren Job lieben (nicht nur brauchen) und alles geben. Von einem solchen Menschen möchte ich Euch heute erzählen. Meine Psychologin, Frau Dr. Christa Jane Seiler Als ich mich entschied, trotz meinem durch misslungene Operationen entstellten Gesicht weiterzuleben, war mir klar, dass ich professionelle Hilfe brauchte, um mir helfen zu lassen aber auch um meinen Mann nicht zu missbrauchen. Hä, missbrauchen?! Aber Susi! Ich erkläre: Am Anfang jeden Tages, wenn ich in den Spiegel schaute, «klönte» ich meinem Mann die Ohren voll. Selbstverständlich in voller Erwartung, dass er mir zuhört, mich versteht und immer das Richtige sagt. Wenn er dann jeweils plötzlich das Thema wechselte, fühlte ich mich unverstanden und fand dies so gemein. Bis ich plötzlich realisierte, dass ich meinen Mann als Therapeuten «miss»brauchte. In einer Beziehung soll man füreinander da sein. Es ist aber der Tod einer Ehe, wenn nur noch über die Krankheit gesprochen wird und andere Themen keinen Platz mehr haben. Es war mir klar, dass ich Hilfe brauchte. Es gibt immer noch Tage, da weiss ich einfach nicht mehr weiter, bin voller Hass und Verzweiflung. Meine Hilfe fand ich in Frau Dr. Christa Jane Seiler. Sie ist emphatisch, versteht mich, hat aber kein Mitleid mit mir. Gut finde ich, dass sie nicht einfach passiv zuhört, sondern sich aktiv am Gespräch beteiligt. Sie widerspricht mir auch, 😉 wo sie findet, dass ich falsch liege. Auch kommt sie nicht mit so Plattitüden wie, «nur positiv denken und alles wird gut». Sie zeigt mir brauchbare realistische Lösungen auf, an denen wir zusammenarbeiten. Sie fordert mich sehr. Dies tut mir gut, da ich mich so ernst genommen fühle, überfordert mich aber nie. Meine Hass-Gefühle gegenüber den Göttern in Weiss, habe ich immer noch, die verschwinden nicht einfach. Doch ich habe, dank Frau Seiler gelernt, ihnen nicht mehr 24 Stunden pro Tag Platz in meinem Kopf zu geben. Sie setzt sich voll für mich ein. Auch schon hat sie mit Ärzten das Gespräch gesucht, wenn Probleme da waren und verlangte Antworten. Ich spüre auch, dass ich für sie nicht nur einfach ein «Klienten-Fall» bin. Sie liebt ihren Beruf, hat die Menschen gerne und gibt für sie alles. Dank ihrer engagierten Hilfe habe ich wieder neuen Lebensmut bekommen. Ich sehe den Unterschied zwischen Psychiater und Psychologe wie folgt: Ein Psychiater versteht mehr von der Medizin und den Medikamenten als ein Psychologe, hat aber viel weniger Wissen, wenn es um die Psyche und Seele eines Menschen geht, als ein Psychologe. Der Lösungsansatz eines Psychiaters sind meistens Psychopharmaka. Wird von der Krankenkasse bezahlt. Ein Psychologe verschreibt keine Medikamente, sondern sucht Lösungen und Hilfe zusammen mit dem Klienten. Ein Psychologe hört nicht einfach eine Stunde zu, sondern nimmt aktiv und interessiert am Gespräch teil. Wird von der Kasse nicht bezahlt.

  • Nicht verzagen, Marc Aurel fragen

    Seit der Arzt, nach seinen misslungenen Operationen, mir gegenüber immer launischer wurde, fühlte ich mich hilflos und medizinisch missbraucht. Als er dann noch den Satz sagte, ich solle mich doch in Deutschland weiteroperieren lassen, wusste ich, da ist ein Arzt, der versagt hat und nun seine Verantwortung nicht wahrnimmt. Und mich nun wegschickt! Er hat mein Gesicht so veroperiert, dass man keine Epithese (Gesichtsprothese) anpassen kann, da mein Gesicht total schräg und verzogen ist und chronisch schmerzt. Als ich dann bei drei anderen Ärzten war, die mir sagten, so was Desaströses von einem Berufskollegen hätten sie noch nie gesehen, wusste ich einfach nicht mehr weiter. Ich ging voller Hass-Gedanken ins Bett und stand morgens mit Hass-Gedanken auf. Meditieren war nicht mehr möglich, da ich während der Meditation schlimme Gedanken über diesen Gott in Weiss hatte. Ich fühlte mich lebendig tot. Eine Kollegin, die seit Jahren Buddhistin ist, fragte mich dann ganz ernst, warum ich mich ununterbrochen mit diesem schwachen Chirurgen befasse, anstatt um mich? Sie erklärte mir dann, dass jeder Mensch, dazu gehören auch Ärzte, seine Strafe vom Universum bekomme. Glaub mir, dieser Arzt hat nun ein schlechtes Karma und dies wird er früher oder später zu spüren bekommen. Wenn du aber weiterhin so voller Hass bist, schadest du dir und nicht diesem inkompetenten Arzt, erklärte sie mir. Sie gab mir dann ein Buch von Marc Aurel, «Wege zu sich selbst» in die Hand. Hier drin habe es Lebensweisheiten, die vor Jahrzenten (150 nach Christus, ungefähr) geschrieben wurden und heute noch Gültigkeit habe. Dieses Buch hat mir wirklich geholfen. Es ist nicht so, dass ich nun ganz weise wurde und keine bösen Gedanken mehr habe, doch es sind jeden Tag, dank dem Buch, etwas weniger. Deswegen möchte ich euch ein paar Lebensweisheiten von Marc Aurel mitteilen. Wer ist Marc Aurel? Geboren 121 n. Chr. War von 161 bis zu seinem Tod 180 römischer Kaiser und als Philosoph «auf dem Kaiserthron» bekannt. Aurels meditative Gedanken zeugen von grosser Lebensweisheit und Liebe zu den Menschen. Das Glück im Inneren finden und sich nicht von äusseren Stürmen mitreissen zu lassen, das ist die wertvolle Erkenntnis von Marc Aurel. Lebensweisheiten von Marc Aurel Glaube nicht, wenn dir etwas schwerfällt, dass es nicht menschenmöglich sei, sondern, wenn etwas menschenmöglich und durchführbar ist, so halte das auch für erreichbar. Die beste Art, sich zu wehren, ist: Nicht Gleiches mit Gleichem vergelten. Verschwende nicht den Rest deines Lebens mit Gedanken an andere, sofern sie keine Beziehung zum allgemein Nützlichen haben. Was zerstreuen dich die Aussendinge? Nimm dir Zeit, etwas Gutes zu lernen, und lass dich nicht weiter wie ein Wind umhertreiben! Auch vor jener anderen Verwirrung hüte dich; denn es gibt Toren, die sich ihr ganzes Leben lang abmühen, aber kein Ziel vor Augen haben, auf das ihre Wünsche und Gedanken richten. Dadurch, dass man sich nicht um das kümmert, was in der Seele eines anderen vor sich geht, wird man wohl nicht so leicht unglücklich; wer aber nicht mit aller Aufmerksamkeit den Bewegungen der eigenen Seele folgt, muss notwendig unglücklich werden. Denke nicht an das, was dir fehlt, sondern an das, was jetzt noch für dich da ist und wähle dir unter den vorhandenen Gütern die Annehmbarsten aus. **Wenn es im Leben stürmt, soll man nicht denken, ich Unglücksmensch! Was musste mir widerfahren! O nein, vielmehr: «Ich Glücklicher, der ich bei diesem Ereignis unerschüttert durchalte, mich weder von gegenwärtigen Unglück zerbrechen lasse noch Künftiges fürchte. Denk im übrigen bei allem, was dich mit Schmerz heimsucht, daran, folgenden Grundsatz zu beherzigen: «Dies ist kein Unglück, vielmehr eine Chance, es mit Haltung zu tragen, also ein Glücksfall». **Anmerkung von Susi Dies ist die einzige Lebensweisheit von Marc Aurel, mit der ich etwas Mühe habe. Ich würde ihn fragen: «Ist Krebs zu bekommen ein Glücksfall»? Zum Schluss noch ein Susi Motto Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder keine Frage! 😉

  • Buddhistische Meditation / Einführungskurs

    Vorweg: Da die Ärzte, ohne zu überlegen was das für Konsequenzen haben könnte, wenn sie mir das halbe Gesicht amputieren, nun nicht mehr weiterwissen, bin ich immer noch mit meiner selbstgenähten Stoffmaske unterwegs. Der ärztliche Rat: „Ich solle doch mit dieser Stoffmaske leben, ich sei ja schon 60 Jahre alt“. Das zeigte mir wieder die Inkompetenz dieser „Götter in Weiss“. Da sie mein Gesicht, mit den vielen versuchten aber misslungenen Operationen noch verschlimmerten, wird es schwierig, einen Arzt zu finden, der diesen Pfusch verbessern kann. Zudem habe ich natürlich nun auch Angst, mich nochmals unters Messer zu legen. Sobald ich höre, dass ein Arzt von „versuchen“ spricht, renne ich aus der Praxis. Versucht wurde an mir schon genug! Ich schreibe dies hier als Erklärung, weil nun auch Leute um mich herum, die mich kennen, ständig stressen, ich solle doch mal vorwärts machen…. Leider kann ich mich nicht selber operieren. Mir nun den Vorwurf zu machen, dass ich mir von den Ärzten alles gefallen liess, ist voll daneben. Ich konnte nicht wissen, dass man mich als Versuchskaninchen missbrauchen würde. Buddhistische Meditation So, nun fertig „geschimpft“, und zum eigentlichen Thema: Seit Jahren wollte ich schon immer mehr über den Buddhismus und die Meditation wissen. Irgendwie aber fand ich keinen Ort, wo ich mehr darüber erfahren könnte. Nun sah ich zufällig, dass das Kandampa Meditations-Zentrum in Zürich einen Einführungskurs in Meditation anbot. Spontan meldete ich mich für letzten Sonntag an. Wie immer, wenn ich das erste Mal an einen Ort gehe, teile ich per Mail mit, dass ich wegen Operationen einen grossen Verband im Gesicht hätte. Es gehe mir aber gut, ich wolle sie einfach nur vorinformieren. Meine Erfahrungen, dies vorweg jeweils mitzuteilen, sind sehr gut. So können die Leute, die mich das erste Mal sehen, gefasst darauf reagieren. Ich wurde herzlich begrüsst und ich fühlte mich sofort wohl. Der Meditationsraum war eine Wohlfühloase, mit vielen grossen und kleinen Buddhas. An den Wänden hatte es schöne Relax-Bilder. Nur schon der gemütliche Raum sorgte für innere Ruhe. Es hatte Stühle aber auch Kissen am Boden. So konnten wir auswählen, was für uns bequemer war. Um 15:00 Uhr fing der Kurs an. Es fing mit einem Buddhistischen Singgebet an, dass einem durch das Summen bereits in eine meditative Stimmung brachte. Nun wurde uns zuerst erklärt, was Meditation ist, was er bewirken kann und was für Schwierigkeiten vor allem am Anfang vorkommen können. 1. Meditation ist ein spiritueller Weg. Regelmässig ausgeführt, kann sie zu einem wachen Dasein führen. Sie fördert das Mitgefühl, gibt Weisheit für gute Entscheidungen und richtigem Denken zum wohl unserer Mitmenschen. 2. Sie kann unsere Stimmung heben. Vor allem bei Konzentrationsschwierigkeiten hilft sie zur Ruhe zu kommen und sich dadurch auf die Arbeit oder sich generell auf die Aufgaben im Leben besser fokussieren zu können. Es ist wie bei allem, es braucht Übung, bis man eine Veränderung spürt. Will heissen, so wie ein Sportler jeden Tag üben bzw. trainieren muss, muss man auch das Meditieren üben. Wer wirklich eine positive Wirkung durch das Meditieren spüren will, muss sich dafür täglich Zeit nehmen. Wer das Meditieren ernst nimmt und dranbleibt, wird überrascht sein, was so etwas „Banales“ im Leben verändern kann. 3. Alles braucht seine Zeit. Wer bereits beim ersten Mal eine Erleuchtung erwartet, wird enttäuscht sein. Es ist auch absolut normal, dass einem genau dann, wenn man eigentlich „nichts“ denken sollte, allerlei Gedanken durch den Kopf gehen. Es ist wichtig, die Gedanken vorbeiziehen zu lassen und nicht krampfhaft zu versuchen, nichts zu denken. Um 16:00 Uhr hatten wir eine halbe Stunde Pause. Es wurde uns ein feiner „Zvieri“ angeboten und man hatte nun auch Gelegenheit, mit den Kursteilnehmern ins Gespräch zu kommen. Danach hatten wir nochmals eine Stunde Buddhistische Meditation. Sich auf den Atem zu konzentrieren, Augen zu schliessen und in sich gehen zu lassen. Klingt einfach, doch auch „nichts“ tun muss geübt werden. Es wurde uns auch erklärt, was im Buddhismus wichtig ist, was Karma bedeutet und dass dem Buddhisten die Achtsamkeit als Lebenseinstellung sehr wichtig ist. Die Buddhisten leben sehr enthaltsam und geben sich mit wenig zufrieden. Ui, da muss ich noch an mir arbeiten. 😉 Es war eine sehr interessante, gute Erfahrung. Da ich mit dem Gedanken spiele, Buddhistin zu werden, war klar, dass ich mir dort ein Buch kaufte, mit dem Titel: Einführung in den Buddhismus. Zum Schluss eine buddhistische Weisheit: Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment. „Es nützt nichts, nur ein guter Mensch zu sein, wenn man nichts tut“! „Du wirst morgen sein, was Du heute denkst“

  • Gedanken zum Jahresrückblick

    Macht Ihr dies auch, Ende Jahr Revue passieren lassen? Früher liebte ich es, Ende Jahr jeweils Revue passieren zu lassen. In jedem Jahr gab es Niederlagen aber auch einige Erfolge. Dies gehört zum Leben. Doch, das Positive war immer grösser. Ich freute mich aufs neue Jahr und konnte dem alten Jahr glücklich und zufrieden tschüss sagen. Dies war in einer Zeit, wo es alleine an mir lag, ob mir etwas gelang, sei es bei Weiterbildungen oder natürlich auch bei meinen Wettkämpfen. Es lag in meiner Verantwortung genug zu lernen um den Kurs zu bestehen. Es lag in meiner Verantwortung richtig zu trainieren, um eine gute Zeit bei einem Marathon zu erreichen. Tempi passati! Gesundheit/ Operationen Dieses Jahr hatte ich keine einzige Wiederherstellungsoperation. Die „Götter in Weiss“ wussten nach den misslungenen Operationen nicht mehr weiter und fanden, ich sei ja schon 61 Jahre alt … Trotzdem, auch wenn ich tausend und einmal von Ärzten enttäuscht wurde, ich glaube immer noch, dass es gute verantwortungsbewusste Ärzte irgendwo auf der Welt (Schweiz😉) gibt. Eine Susi gibt nicht so schnell auf! Bin auf gutem Wege - mehr ein andermal. Aktivitäten Nach dem Motto, alles was mich nicht umbringt macht mich stark, gehe ich trotz allem ab und zu joggen. Ich muss mich selber etwas zwingen, da ich chronische Schmerzen im Gesicht habe, doch danach fühle ich mich jeweils besser. Ab und zu gehe ich mit René wandern. Auch dies ist Balsam für den Körper und die Seele. Dann lese ich ein Buch pro Woche. Biografien oder Romane, mit historischem Hintergrund. Auch Romane wie sie im Leben wirklich vorkommen könnten, gefallen mir. Liebe Oft werde ich gefragt, ob ich mich durch die Krankheit und die vielen misslungenen Gesichtsoperationen verändert habe. Klare Antwort: JA! Nun muss ich leider etwas gestehen, ich bin oder war sehr extrovertiert. Am wohlsten fühlte ich mich, wenn ich im Mittelpunkt war und selbstverständlich alle mir zuhörten. Warum zuhören, wenn man selber so viel zu erzählen hat. 😉 Meine Kollegen und Kolleginnen waren gerne mit mir zusammen, da mit mir ständig was los war. Meine Tage waren voll ausgefüllt, super Job, aktiv in der Politik (Gemeinderätin) Wettkämpfe und einen tollen Freund, (wir waren noch nicht verheiratet) den ich in dieser Zeit sehr vernachlässigte. Action pur, das ist Leben, dachte ich. Dann wurde ich krank und merkte, den Gesunden gehört die Welt. Mein «Freundeskreis» wurde immer kleiner, schliesslich war ich nun nicht mehr brauchbar für Action. Wer hielt und hält auch heute voll zu mir? Mein Mann René, für den ich lange Zeit keine Zeit hatte, da ich so beschäftigt war. Ohne ihn würde ich dies alles nicht verkraften. Er gibt mir Geborgenheit Liebe und viel Verständnis. Er hilft mir, wenn ich jeweils nicht mehr weiterweiss. Er bringt mich zum Lachen, wenn mir zum Weinen ist. Er kocht für mich die leckersten Gerichte. René ist das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist! Ich bin dem Zufall oder dem Schicksal oder dem lieben Gott, wer auch immer da mitgeholfen hat, sehr dankbar, einen so lieben Mann kennengelernt zu haben. NUN WÜNSCHE ICH EUCH ALLEN EIN GUTES NEUES JAHR 😊 TU, WO DU BIST, WAS DU KANNST, MIT DEM, WAS DU HAST! Theodore Roosevelt In diesem Sinne, gebt nie auf! Kämpft für eure Ziele und Träume. Doch das Wichtigste, nehmt Euch IMMER genug Zeit für Eure Liebsten!

  • Haben Gedanken wirklich Macht?

    So einfach wie es tönt, ist es natürlich nicht. Nicht jeder Gedanke, den man hat, wird sofort zur Wirklichkeit. Dies ist auch gut so, denn, meine Gedanken über gewisse Chirurgen sind nicht die Besten…. 😉 Ich habe im letzten Artikel erwähnt, dass ich versuche, meine Gedanken zu „pflegen“. Ich glaube, pflegen ist der richtige Ausdruck. Lapidare Sprüche, wie, „positives Denken“ oder, immer nur gute Gedanken zu haben, funktioniert, wenn alles rund läuft, aber nicht, wenn es einem wegen einem Schicksalsschlag schlecht geht. Was funktioniert denn? Es gibt eine Zeit für böse schlechte Gedanken aber auch eine Zeit, um die Gedanken zu verbessern. Susi, wir verstehen Bahnhof, geht es genauer? Also, ich finde es ganz wichtig, dass man traurige böse und schlechte Gedanken in einer Krisensituation zulässt. Krampfhaft positiv denken zu wollen, ist nicht gesund und man verdrängt so die wahren Gefühle. Es gibt Tage, da tut es mir so verdammt gut, wenn ich böse Gedanken über meine früheren inkompetenten Chirurgen zulasse. Soso, und wo, Susi, ist da Deine Gedankenpflege? Ich habe mich trotz entstelltem Gesicht, fürs Leben entschieden. Will heissen, ich fing an zu überlegen, was kann ich selber in meiner Situation verbessern. Auch versuche ich mich auf die doch noch schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren. Seht ihr, schon ist man mitten in der guten Gedanken-Pflege. Ich kann meine Leidenschaft, das Joggen, noch ausführen. Während dem joggen habe ich jedes Mal einfach ein geiles Gefühl. Das macht mich und meine Gedanken glücklich. Ich kann meine Büchersucht voll ausleben. Dies bringt mich auf neue und andere Gedanken. Ich kann jeden Tag das feine Essen, welches mir mein Mann kocht, voll geniessen. Dabei habe ich dankbare Gedanken, so einen lieben Mann zu haben. Mein Gesicht rekonstruieren kann ich selber nicht, kann mich ja nicht selber operieren. Da warte ich immer noch auf DEN seriösen kompetenten Arzt. Doch während dem Warten kann ich meine Situation verbessern, indem ich die Komfortzone verlasse. Ich gehe unter die Leute gehe ins Fitnessstudio und erlebe, mit wenigen Ausnahmen, dass ich voll akzeptiert werde. Dies tut mir gut, da ich ein sehr extrovertierter Mensch bin. Ich, so alt wie ich bin, erlaube mir gar, Zukunftspläne zu haben und sie auch anzugehen. Susi, erzähl uns von Deinen Zukunftsplänen. 😊 Och, ein paar Geheimnisse darf ich auch noch haben. Ihr hier im Blog seid aber die Ersten, die von meinem Plan, wenn er denn konkreter wird, erfahren werdet, versprochen! Ist dies alles? Nein, da ich nicht mehr arbeite, ist es sehr wichtig, nicht einfach in den Tag hineinzuleben, denn Langeweile öffnet Tür und Tor für schlechte Gedanken. Jeden Abend mache ich mir einen Plan, was ich am anderen Tag erledigen oder unternehmen will und muss. Ihr glaubt es nicht, mein Tag ist fast immer ausgefüllt. Jeden Morgen fange ich im Garten mit Morgengymnastik an. Danach höre ich regelmässig Mantras. Mantras, was ist denn dies schon wieder? Ich zitiere: Mantras werden auch positive Affirmationen genannt. Mit ihrer Hilfe können wir Einfluss auf unsere Gedanken nehmen und lernen, an uns selbst zu glauben. Ein Mantra ist ein kurzer Satz, ein Spruch eine Silbe oder ein einzelnes Wort, welches laut oder in Gedanken wiederholt wird. Als Abschluss ein Spruch, der es auf den Punkt bringt: Finde den Mut Dinge zu ändern, die du ändern kannst. Finde die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst. Sei weise, zwischen diesen zu unterscheiden. In diesem Sinne … 😊

  • Interview im Tages Anzeiger

    Stefan Aerni vom Tages Anzeiger führte bei uns zu Hause mit mir ein Interview durch. Die Fragen wurden emphatisch aber nie rührselig oder mitleidig gestellt. Auch verstand es Herr Aerni, so zu schreiben, dass man auch zwischen den Zeilen einiges «lesen» kann. Absolut lesenswert! Hier gelang ihr zum INTERVIEW

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