Die Ergebnisse Ihrer Suche

38 Suchergebnisse gefunden

    Blogbeiträge (33)
    • Endlich ein guter Hörakustiker

      Ein Antibiotikum, welches mir ein Assistenzarzt vor ein paar Jahren in einem Spital verordnete, hat mir mein Gehör für immer geschädigt. Leider hat mich der Arzt darüber nicht aufgeklärt, denn dann hätte ich nämlich dieses Medikament nicht genommen. Mein Gehör war nie super gut, doch immer genug gut, um alles normal zu verstehen. Als ich dann bereits im Spital merkte, dass ich ständig die Pflegefachleute fragen musste, was sie gesagt hätten, dachte ich an einen Pfropfen im Ohr. Eine Pflegefachfrau klärte mich dann auf, dass vermutlich das Antibiotikum schuld an meinem schlechten Gehör sei. Es schädige das Gehör und man könne im schlimmsten Fall sogar davon taub werden. Ich verlangte dann den Arzt zu sprechen, der mir dies einfach ohne Aufklärung verschrieben hatte! Ich geigte ihm meine Meinung, doch den Schaden hatte ich bereits. Im Rhetorikclub war es sehr schlimm für mich. Die Reden sind immer interessant und unterhaltsam. Leider verstand ich fast nichts mehr. Auch sonst, musste ich beim Fernsehen, die Lautstärke immer lauter stellen. René konnte nur noch mit Hörstöpsel mit mir einen Film schauen. Nur noch ein Auge und nun noch schwerhörig. Ich verstehe nicht, dass ein Assistenzarzt einfach so Medikamente verordnen kann, ohne mich über die Folgen aufzuklären! Weil es mir peinlich war, ständig die Leute zu fragen, „was hast du gesagt“, sagte ich zum Teil einfach ja oder nickte oder sagte sonst was Nichtssagendes bei Gesprächen. Weil ich zum Teil ein paar Worte verstand, bastelte ich mir jeweils das Gesagte vom Gegenüber selber zusammen. Oft gelang dieser Trick, aber natürlich nicht immer. Es kam der Tag, wo mein Mann sagte, so geht es nicht mehr weiter. Ich ging nicht mal mehr in den Rhetorikclub, weil ich einfach die Reden nicht mehr akustisch verstand. Da ich ständig immer wieder im Spital war und bin hatte ich einfach keine Kraft, mich noch um mein Gehör zu kümmern. Ich fand dann per Flyer einen Hörakustiker in Zug. Mich empfing ein sehr selbstsicherer, etwas arroganter Mann, der mir ein Programm herunterleierte, was er alles für Tests und Trainings mit mir machen werde, bevor er mir ein Testgerät (dies versprach er im Flyer) gebe. Da ich noch nie bei einem Hörakustiker war, dachte ich, dies müsse so sein und dies sei von der IV verlangt. Dass diese Tests nicht verlangt wurden und vor allem, weder die Krankenkasse noch die IV zahlten, sagte er mir nicht. Wochenlang musste ich nun dorthin gehen irgendwelche komische Hörtrainings machen und sonstige Tests. Weder den Sinn noch sonstige Erklärungen bekam ich dazu. Einmal konnte ich dann ein Gerät ausprobieren, doch es fiel mir immer wieder aus dem Ohr. Auf meine Frage, ob es denn nicht etwas gäbe, dass besser im Ohr hält, meinte er, ich könne ja Pflaster zum kleben nehmen. Als es dann endlich definitiv zu den Hörgeräten ging, zeigte er mir nur die ganz teuren ab 9000 Franken. Ich fragte dann, ob es denn nicht auch günstigere gebe, da zeigte er mir eines für 7000 Franken. Das sei das Günstigste. Alle Hörgeräte seien in dieser Preisklasse. Er schaute meinen Mann an und meinte, sollte für sie doch kein Problem sein, oder? Gott sei Dank sagte mir mein Bauchgefühl, dass dieser Typ ein grosses Maul hatte aber von Kompetenz konnte keine Rede sein. Ich ging nicht mehr hin. Mein zweiter Versuch war dann in Basel, bei der Hörberatung Schwob, an der Nadelberg 13. Langsam meine Heimat 😉 Schon das erste Treffen war ein grosser Unterschied zum vorherigen Hörakustiker. Herr N. Schwob zeigte mir verschiedene Hörgeräte, wusste von allen, die Vor- und Nachteile und in der Preisklasse zwischen 1600 bis 3000 Franken. Er nahm sich sehr viel Zeit. Man spürte, hier ist einer, der seinen Beruf liebt und sehr kompetent ist. Danach erklärte er mir, dass er nun die Grösse meiner Ohrmuschel nehmen müsse, damit dann das Hörgerät auch richtig sitze. Er füllte mein Ohr mit einer Art Silikon-Paste, die sich dann verfestigte und mit der er dann ein Original anfertigen lassen konnte. Auch eine Art durchsichtiger Silikon. Eine Woche später bekam ich ein Testgerät. WOW! Was für ein schönes Gefühl, wenn man plötzlich wieder alles hört. Weil man die genaue Passform meiner Ohrmuschel hatte, hielt und hält das Hörgerät perfekt und fällt nicht immer aus dem Ohr. Es zeigte mir wieder einmal mehr, dass man auf sein Bauchgefühl hören muss. Hier bei Herrn Schwob fühle ich mich wohl und habe Vertrauen. Auch die vielen Hörgeräte sind Top! Susi hört wieder gut! 😊 Danke Herr Schwob! 🙏

    • Das Leben ist voller Zufälle

      Dank meinem Blog habe ich Margrit Dalldorf und die Nasenkrebsgruppe Deutschland kennengelernt. Durch die Nasenkrebsgruppe habe ich Doris Fasel kennengelernt und dank ihr den Selbsthilfeverein in Deutschland, die Tulpe für Gesichtsversehrte. Doris Fasel ist dort Vorsitzende. Was bedeutet Tulpe? T: Tumor, U: Unfall L: Leben P: Perspektive E: Epithese T_umor oder U_nfall ein L_eben mit P_erspektive und E_pithese Der Verein beratet und hilft Gesichtsversehrten, die nicht weiterwissen, mit Rat und Tat. Da im Vorstand alle Gesichtsversehrte sind, wissen sie, von was sie reden. Der Erfahrungsaustausch ist sehr wertvoll. Der Verein hat auch ein Magazin, welches viermal im Jahr herausgegeben wird. Ein Heft, dass sehr informativ ist. Interessante Erzählungen über Veranstaltungen wie auch Erlebnisberichte von Betroffenen. Ich durfte in der Dezember-Ausgabe einen Artikel über meine „Geschichte“ mit dem Nasen- und Gesichtskrebs schreiben. Wenn ihr auf das nachfolgende Bild clicked, könnt ihr den Artikel lesen.

    • Allen ein gutes neues Jahr!

      Die Achterbahn ist wie unser Leben, und das Leben ist ein starkes, berauschendes Spiel. Leben heisst, mit einem Fallschirm abspringen; Leben heisst, etwas riskieren, hinfallen und wieder aufstehen. Leben ist wie Steilwandklettern; Es bedeutet, nicht zu ruhen und nicht zu rasten, bis man den eigenen Gipfel erklommen hat. Paulo Coelho In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein gutes neues Jahr! Und bleibt bzw. werdet gesund.

    Alles ansehen
    Seiten (5)
    • Anmeldung als Mitglied Anmelden Füllen Sie dieses Formular aus, wenn Sie Mitglied dieses Blogs werden wollen. Damit sind Sie berechtigt, Kommentare verfassen zu können. Sind Sie bereits Mitglied? Log In Füllen Sie bitte alle benötigten Informationen aus.

    • Aus meinem Leben | Krebsgesicht

      Aus meinen Leben Susi Schildknecht-Gut Erst recht Kaum auf der Welt, brachte der Arzt meiner Mutter bei, dass ich vermutlich nicht überleben würde, weil ich mit einer starken Lungenentzündung und viel zu leicht auf die Welt gekommen war. Wohl, weil meine Mutter auch während der Schwangerschaft ihre drei Päckli geraucht hatte. Da ich vermutlich schon als Baby Pessimisten nicht mochte, überlebte ich erst recht. ​ "Erst recht" – diesen Titel trägt auch mein Buch, welches ich 2009 publiziert habe und in welchem ich von meinen Erfahrungen und Erlebnissen als Politikerin in Zürich berichte. ​ Die biografisch ausgerichteten Texte auf dieser Webseite stammen zu einem grossen Teil aus diesem Buch. Kein Geld für Hirse Ich hörte als Kind von einer Nachbarin, dass rohe Hirse sehr gut sei für Haut und Haare. Fortan verlangte ich jeden Tag meinen Löffel roher Hirse. Eines Tages war das Päckchen Hirse leer. Meine Mutter versuchte mir zu erklären, dass sie kein Geld hätte, morgen aber putzen gehen und mir dann mit dem Geld meine Hirse kaufen werde. Einen Tag ohne meine Hirse, unmöglich! Ich jammerte und bettelte, bis meine Mutter sich erweichen liess und unseren Nachbarn fragte, ob er Hirse hätte. Er hatte, und meine Welt war wieder in Ordnung. Wiederherstellung Gesicht - laufender Blog-Beric Meine Webseite ist noch jung. Darum ist der Einblick in meine Biographie erst ansatzweise möglich. ​ Einfach wieder vorbeischauen! Es kommen immer wieder neue Abschnitte hinzu. Das Hochzeitsdatum ist dasselbe wie dasjenige des königlichen Paares. Und so schrieb die "Weltwoche" seinerzeit: "Die Briten haben Kate ..." "... wir haben Susi." – Am 29. April 2011 habe ich in Las Vegas René Schildknecht geheiratet. Den liebsten Mann, den man sich wünschen kann. Mit ihm geniesse ich die schönen Seiten des Lebens. Und die weniger schönen hilft er mir zu überwinden. ​ Lesen Sie hier den Weltwoche-Artikel von 2011.

    • Susi Schildknecht | Krebsgesicht

      Zuerst galt es, den Krebs zu besiegen. ​ Jetzt – mit deformiertem Gesicht – gegen Vorurteile anzukämpfen. ​ Hier gebe ich Einblick in meine Geschichte und Überlebensstrategien. Der Kampf um ein neues Gesicht Da war ein leichter Schmerz ... in der Nase. Zuerst nicht schlimm. Doch dann immer heftiger. ​ „Da ist nichts“, sagten die Ärzte. Immer und immer wieder. ​ Selbst wenn meine Nase blutete – und sich allmählich verformte. Susi Schildknecht-Gut krebst nicht zurück Zwei Jahre später, nach einer eigenen Internet-Recherche, bestand ich auf einer Biopsie der Wundkruste. Die Diagnose war ein Schock: Nasenkrebs (med. Plattenepithelkarzinom). Zu spät entdeckt, in der Folge unsorgfältig operiert und ungenügend nachbetreut – bei mir reihte sich ein medizinisches Versagen ans nächste. Mit verheerenden Folgen. Sechs Jahre später hatte mir der Krebs das halbe Gesicht zerstört. Ich verlor die Nase, das rechte Auge, die rechte Wange, die rechte Stirn, einen Teil des rechten Schädels. Auf dieser Webseite und in meinem Blog gebe ich Einblick in meine Schicksalsgeschichte. Ich erzähle vom Kampf gegen den Krebs ​von meinen ​ Erlebnissen in den Spitälern vom Umgang der Gesellschaft mit Menschen mit deformierten Gesichtern und will zeigen, dass ich mich Ich berichte, wie es mir dabei geht, ​ nahezu Unerträgliches zu ertragen weder von den Folgen meiner Krankheit noch von einer normorientierten Gesellschaft zurückbinden lasse Ich will vor allem auch anderen Betroffenen Mut machen, niemals aufzugeben. Trotz physischem und psychischem Schicksalsschlag muss es möglich sein, ein aktives, selbstbewusstes und qualitätsvolles Leben zu führen. Erste Einblicke für Sie Lesen Sie hier meine aktuellsten oder speziell hervorgehobenen Blog-Beiträge Hier gelangen Sie zum vollständigen Blog “Trotz halbem Gesicht – der Mund funktioniert noch.” - Susi Schildknecht-Gut, nach dem Sieg der 10-minütigen Rede im Rhetorikclub, Winter 2019 “Heute ist nicht alle Tage. Ich komm' wieder, keine Frage.” - Susi Schildknecht-Gut, ​ gut gebrüllt, wie der rosarote Panther ​ “Mein Gesicht war voller Krebszellen und ich hatte die Wahl: weg mit dem Leben – oder weg mit dem Gesicht. Ich entschied mich fürs Leben.” - Susi Schildknecht-Gut

    Alles ansehen

Treten Sie mit mir in Kontakt

  • Twitter Susi Schildknecht-Gut

Leiden Sie an Krebs oder einer anderen schwerwiegenden Krankheit und erleben Sie Ähnliches im Umgang mit Ärzten, Pflegepersonal und Spitälern wie ich?

 

Hat eine Krankheit oder ein Unfall sichtbare Spuren bei Ihrem Aussehen hinterlassen und Sie spüren auf Schritt und Tritt den Blick der irritierten Gesellschaft?

 

Suchen Sie den Austausch mit jemandem, der weiss, wie es Ihnen geht und wie Sie sich fühlen? Oder haben Sie sonst eine Mitteilung für mich?

Zögern Sie nicht – kontaktieren Sie mich. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

© 2020 Susi Schildknecht-Gut