Haben Gedanken wirklich Macht?

So einfach wie es tönt, ist es natürlich nicht. Nicht jeder Gedanke, den man hat, wird sofort zur Wirklichkeit.

Dies ist auch gut so, denn, meine Gedanken über gewisse Chirurgen sind nicht die Besten…. 😉


Ich habe im letzten Artikel erwähnt, dass ich versuche, meine Gedanken zu „pflegen“. Ich glaube, pflegen ist der richtige Ausdruck. Lapidare Sprüche, wie, „positives Denken“ oder, immer nur gute Gedanken zu haben, funktioniert, wenn alles rund läuft, aber nicht, wenn es einem wegen einem Schicksalsschlag schlecht geht.


Was funktioniert denn?


Es gibt eine Zeit für böse schlechte Gedanken aber auch eine Zeit, um die Gedanken zu verbessern.


Susi, wir verstehen Bahnhof, geht es genauer?


Also, ich finde es ganz wichtig, dass man traurige böse und schlechte Gedanken in einer Krisensituation zulässt. Krampfhaft positiv denken zu wollen, ist nicht gesund und man verdrängt so die wahren Gefühle. Es gibt Tage, da tut es mir so verdammt gut, wenn ich böse Gedanken über meine früheren inkompetenten Chirurgen zulasse.


Soso, und wo, Susi, ist da Deine Gedankenpflege?


Ich habe mich trotz entstelltem Gesicht, fürs Leben entschieden. Will heissen, ich fing an zu überlegen, was kann ich selber in meiner Situation verbessern. Auch versuche ich mich auf die doch noch schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren. Seht ihr, schon ist man mitten in der guten Gedanken-Pflege.


Ich kann meine Leidenschaft, das Joggen, noch ausführen. Während dem joggen habe ich jedes Mal einfach ein geiles Gefühl. Das macht mich und meine Gedanken glücklich. Ich kann meine Büchersucht voll ausleben. Dies bringt mich auf neue und andere Gedanken. Ich kann jeden Tag das feine Essen, welches mir mein Mann kocht, voll geniessen. Dabei habe ich dankbare Gedanken, so einen lieben Mann zu haben.


Mein Gesicht rekonstruieren kann ich selber nicht, kann mich ja nicht selber operieren. Da warte ich immer noch auf DEN seriösen kompetenten Arzt. Doch während dem Warten kann ich meine Situation verbessern, indem ich die Komfortzone verlasse. Ich gehe unter die Leute gehe ins Fitnessstudio und erlebe, mit wenigen Ausnahmen, dass ich voll akzeptiert werde. Dies tut mir gut, da ich ein sehr extrovertierter Mensch bin. Ich, so alt wie ich bin, erlaube mir gar, Zukunftspläne zu haben und sie auch anzugehen.


Susi, erzähl uns von Deinen Zukunftsplänen. 😊


Och, ein paar Geheimnisse darf ich auch noch haben. Ihr hier im Blog seid aber die Ersten, die von meinem Plan, wenn er denn konkreter wird, erfahren werdet, versprochen!


Ist dies alles?


Nein, da ich nicht mehr arbeite, ist es sehr wichtig, nicht einfach in den Tag hineinzuleben, denn Langeweile öffnet Tür und Tor für schlechte Gedanken.

Jeden Abend mache ich mir einen Plan, was ich am anderen Tag erledigen oder unternehmen will und muss. Ihr glaubt es nicht, mein Tag ist fast immer ausgefüllt.


Jeden Morgen fange ich im Garten mit Morgengymnastik an. Danach höre ich regelmässig Mantras.


Mantras, was ist denn dies schon wieder?


Ich zitiere:

Mantras werden auch positive Affirmationen genannt. Mit ihrer Hilfe können wir Einfluss auf unsere Gedanken nehmen und lernen, an uns selbst zu glauben. Ein Mantra ist ein kurzer Satz, ein Spruch eine Silbe oder ein einzelnes Wort, welches laut oder in Gedanken wiederholt wird.


Als Abschluss ein Spruch, der es auf den Punkt bringt:


Finde den Mut Dinge zu ändern, die du ändern kannst.

Finde die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst.

Sei weise, zwischen diesen zu unterscheiden.


In diesem Sinne … 😊

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