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  • Wenn das „Geht nicht“ auf die Lösung trifft

    Nach wie vor habe ich eine grosse Entzündung und deswegen ein Loch bei der Augenhöhle. Ein paarmal noch ging ich zu meinem Gesichtschirurgen, leider wusste er aber nicht mehr weiter. Irgendwie verstand ich dies auch. Er konnte nichts dafür, dass frühere inkompetente Chirurgen den Lappen im Gesicht viel zu eng annähten und zwar so, dass er, wie nun geschehen, reissen musste und sich entzündete. Er redete dann jeweils über dies und das, war emphatisch und man spürte, dass es ihm nicht egal war, doch ich brauchte keinen Arzt für Gespräche, sondern einen, der handelt und mir bzw. meiner Wunde helfen konnte. Als er dann nicht einmal auf ein Mail von meiner HNO-Ärztin, die sich grosse Sorgen machte, reagierte, wusste ich, jeder weitere Besuch ist für die Katz!   Trotzdem bin ich diesem Arzt dankbar. Er war, nach meiner Odyssee mit inkompetenten Ärzten, der Erste, der herausfand, warum ich ständig stechende Schmerzen im Gesicht hatte. Es waren zwei Schrauben, die frühere Chirurgen einfach vergessen hatten. Nachdem er sie entfernt hatte, war das stechende Gefühl weg.   Und ewig grüsst das Murmeltier Wieder war ich gezwungen, selber eine medizinische Lösung zu suchen und zu finden. Zusammen mit KI behandelte ich nun meine Wunde selber. Und es nützte. Die Entzündung verbesserte sich, doch klar, das Loch blieb. Mit einem speziellen Wundverband kann ich die Wunde schützen und Gott sei Dank meine Epithese trotzdem tragen. Auf KI ist Verlass. 😉    Da meine Epithese unterdessen durch das tägliche Tragen viele Risse hatte und vor allem durch ein paar Operationen nun auch nicht mehr richtig „sass“, ging es im September für eine Woche nach Potsdam, zu Daniela Hering.   Sie hatte sofort eine Lösung, wie sie die neue Epithese gestalten muss, damit die Wunde und die Augenhöhle geschont werden. Eine grosse Stärke von Frau Hering ist ihr grosses Engagement und dass sie nicht einfach bei einem Problem sagt, „geht nicht“, sondern nach einer Lösung sucht und findet. Innerhalb einer Woche hatte ich wieder eine perfekt sitzende, schöne und bequeme Epithese.   DANKE, DANIELA HERING! 😊   Zurück in der Schweiz behandelte ich weiterhin meine Entzündung mit KI zusammen. Es blieb mir im Moment ja nichts anders übrig. Es besserte ein klein wenig, doch die Entzündung blieb, wurde aber wenigstens nicht schlimmer. Das Loch in der Augenhöhle aber blieb, operieren konnte ich mich leider nicht selber.   Es war mir bewusst, dass es so nicht weitergehen konnte, also wendete ich mich wieder an KI. Was soll man als Patientin sonst machen, wenn Ärzte bei komplexen medizinischen Problemen überfordert sind? Ich bin ein Rebell und nehme, wenn es sein muss, das Heft selber in die Hand. Mit meinen Erfahrungen mit Chirurgen wusste ich genau, welche Chirurgen mir nichts bringen, aber vor allem auch, was für Eigenschaften und Kompetenzen sie in meinen Fall haben müssen. Mit genauen Angaben an KI bekam ich den gesuchten Arzt.   Nicht verzagen, KI fragen! 😉   Genau! Ich bin nun in einer Privatklinik bei sogar zwei Chirurgen, die zusammen meinen Fall bzw. meine Wunde (Loch) in der ehemaligen Augenhöhle, behandeln. Zuerst schickten sie mich in die Radiologie für ein PET/ CT und machten Gewebeproben. An so einem Untersuchungstag bin ich jeweils ein Nervenbündel, voller Angst. Doch alles war negativ, der ganze Körper wurde untersucht und war frei von Rezidiven bzw. Tumoren. 😊   Bei der Gewebeprobe sah man, dass ich irgendwelche „komischen“ Bakterien hatte, die das Heilen der Wunde verunmöglichen. Nun muss ich 5-6 Wochen lang Medikamente nehmen und dann haben die zwei Ärzte bereits einen Plan, wie es weitergeht.   Im Gegensatz zu früheren Chirurgen tut es so gut zu hören, dass sie einen Plan haben, wie es weitergehen soll.     Ich halte Euch auf dem Laufenden!  😊

  • Wie Ärzte ihre Verantwortung einfach abschieben

    Zu komplex? Einfach weiterreichen! Die Arzt- zu Arzt-Odyssee.   Diese drei Sätze sagen eigentlich bereits alles, doch es ist immer gut, wenn man mit erlebten Beispielen kommen kann.   Da ich ein Rebell bin, der vom Arzt-Opfer zum Akteur wurde, nahm ich nach Jahren der Herumschieberei in einem Gross-Spital, mein Schicksal selber in die Hand. Ich hatte genug in solchen Spitälern von einem Arzt zum anderen geschickt zu werden, einer unfähiger und frecher als der andere.   Nach dem Motto, selbst ist der Patient, recherchierte und suchte ich, bis ich eine Epithetikerin in Deutschland (Potsdamm) gefunden habe. Dank ihr habe ich nun seit Herbst 2023 eine super bequeme Epithese. Dies innert 5 Tagen! Diese Frau ist ein Genie! Sie gab nicht auf, bis alles total perfekt passte. Eine ganz neue Erfahrung für mich! Da könnten sich viele Ärzte ein Beispiel nehmen.   Auch einen Arzt habe ich gefunden. Er entfernte in meinem Gesichtsgewebe zwei vergessene Schrauben die frühere Dilettanten-Ärzte vergessen haben und mir bereits das innere Gewebe verletzt haben.   Einige Ärzte, die das „Geflicke“ in meinem Gesicht sahen und entsetzt waren, bemerkten auch, dass der Lappen, der vom Rücken für die Augenhöhle genommen wurde, (mein rechtes Auge wurde amputiert) viel zu straff angenäht wurde. So sei die Durchblutung des Lappens und dem umliegenden Gewebe sehr schwierig. Nun wusste ich auch, warum ich ständig ein grosses Spannungsgefühl hatte, als würde jeden Moment die Haut reissen. Die vergessenen Schrauben konnte man entfernen, doch den Lappen etwas „lockerer“ machen ging nicht. Mit der Hoffnung, dass der Lappen nie reisst, genoss ich nun mein Leben trotz chronischen Schmerzen. Wer mich kennt weiss, alles was mich nicht umbringt, macht mich stark😊.   Eines Tages, ich war etwas erkältet, musste ich ein paarmal niesen. Hä, ohne Nase niesen? Ja, der Niesreflex funktioniert immer noch. Plötzlich hatte ich in der Augenhöhle einen Riss im Lappen.   Nun komm ich zum ersten Satz oben: Zu komplex? Einfach weiterreichen.   Sofort ging ich zu meinem Arzt, der aber irgendwie ratlos war und keinen Vorschlag hatte. Auf meine Frage, was ich denn gegen das Bluten und die Entzündung machen könne, meinte er nur, da könne man nichts machen. Er suchte nicht mal nach einer möglichen Lösung. Ich hatte eine Entzündung und der Arzt, der früher hochkomplexe Operationen in Gesichtern machte, weiss nicht, wie man eine Entzündung in den Griff kriegt?   Mir wurde dann ein anderer Arzt empfohlen, der könne eventuell helfen. Der war aber „nur“ Schönheitschirurg und hatte von Gesichtsdefekten keine Ahnung. Auch er hatte keinen blassen Schimmer, wie ich die Entzündung etwas verbessern könnte.   Doch, auch der empfahl mir dann einen anderen Arzt, er sei ein guter Kollege. Dieser gute Kollege korrigierte aber seit Jahren nur Brüste, nichts anders mehr. Wenn er schon ein „guter Kollege“ ist, hätte er dies wissen müssen. Ist es Gleichgültigkeit oder Dummheit oder beides, dass Ärzte einem einfach zu jemandem anderem schicken, ohne zu überlegen, ob dieser zusätzliche Arztbesuch Sinn macht?   Es geht ja nicht um eine Rekonstruktion, sondern in erster Linie die Entzündung des Lappens in der Augenhöhle in den Griff zu bekommen. Man müsste doch annehmen, dass ein Chirurgen, egal in welchem Spezial-Gebiet er tätig ist, fähig sein sollte, wie man eine Entzündung behandeln bzw. stoppen kann? Aber nein, nicht jeder Arzt ist fähig oder hat einfach Angst, mir zu helfen. Unterdessen löste sich der Lappen in der Augenhöhle so, dass ich nun ein grosses Loch habe. Es blutet und ist entzündet.   Was mich aber am meisten nervt, sind Mutmassungen und Horrorszenarien von Ärzten, die zwar keinen Schimmer haben, wie man mir helfen könnte, doch mit Schockäusserungen kommen, die mir nicht helfen, sondern nur noch mehr verunsichern. Selbstverständlich, wie so oft, hat jeder Arzt eine andere Pseudo-Diagnose.   Beispiele In ihrem Gesicht ist sicher der Nasenknochen entzündet. Den muss man sofort rausschneiden. Ich erklärte dann, dass ich gar keinen Nasenknochen mehr habe, der entzündet sein könnte, da alles entfernt wurde. Auf meine Bitte, ob man mir das Blut kontrollieren könne, da sehe man doch, ob es eine Entzündung ist, ging der Arzt nicht ein.   Das könnte ein Rezidiv (Krebs) sein. Daraufhin bat ich den Arzt, der dies mutmasste, mich in der Radiologie anzumelden, um Klarheit zu bekommen. Wieso kam nicht er auf die Idee, wenn er den Verdacht eines Rezidivs schon hat? Ich war und bin unterdessen ein Nervenbündel. Jeder Arzt gibt seinen unüberlegten Senf zu meiner Entzündung ohne zu wissen was wirklich Sache ist. Das MRI war negativ also keinen Krebs. Aber die Entzündung ist immer noch da, die nun unterdessen schlimmer wurde (siehe Foto unten). Gott sei Dank kann ich immer noch die Epithese anziehen. Not macht erfinderisch. Dank KI habe ich einen kleinen, feinen Verband gefunden, der sehr gut ist und extra für Wunden dieser Art gedacht ist. So kann ich ohne Schmerzen und ohne die Wunde zu reizen meine immer noch sehr bequeme Epithese anziehen. Dieser Verband kennt jeder Arzt, da sie es in ihren Praxen haben, doch keiner gab mir den Tipp. Ich musste selber daraufkommen. Warum?!   Eine Klarstellung Dass der Lappen bei der Augenhöhle riss, ist nicht die Schuld meiner heutigen Ärzte. Dies ist das „Vergehen“ der früheren Chirurgen im Gross-Spital, die einfach ohne zu überlegen, drauflosbastelten. Trotzdem vermisse ich ärztliches Engagement, mir mit meiner Entzündung zu helfen.   Foto Ist dies ärztliche Schweizerqualität?? Eine solche Wunde und ein Loch in der Augenhöhle und kein Arzt hat eine Lösung?

  • Die erste, misslungene Rekonstruktion

    Nachdem die Ärzte auf meine Google'sche Eigendiagnose und mein Drängen hin endlich mal eine Biopsie durchführten und Nasenkrebs feststellten, ging's los mit der Operiererei. Ab 2012 wurde ich immer und immer wieder operiert. Bis heute 41 mal . Nach so viel Heraus- und Herumschneiderei können Sie sich denken, dass meine Nase als auch mein Gesicht immer mehr entstellt wurde. Auf der Strasse starrten mich die Leute an. Und an der Ärztefront ... tja, gab's auch keine Komplimente. Die hatte ich natürlich auch nicht erwartet. Aber doch wenigstens etwas Einfühlungsvermögen. Was ich mir aber anhören musste war: "Ach wissen Sie, in Ihrem Alter ist das Aussehen doch nicht mehr so wichtig." Doch, verehrte Halbgötter im weissen Kittel, es ist mir wichtig. Ich bestand denn auch auf einer Wiederherstellungsoperation – die leider misslang. Meine Nase sah nachher noch schlimmer aus als vorher. Doch was das Schlimmste an allem war: Die Ärzte unterliessen es, vorher eine aufmerksame Nachkontrolle mittels MRI zu machen. Wie sich später herausstellen sollte, war der Krebs noch gar nicht vollständig weg. Er wucherte weiter. Und wurde durch die versuchte und missglückte Nasen-Wiederherstellung erst recht im Gesicht verteilt. Und bald sollte ich noch viel grössere Verluste zu verkraften haben als "nur" meine Nase. #WiederhergestellteNase #NichtSoSchlimm #13Operationen #Nasenkrebs #HalbgötterImWeissenKittel

  • Warum?!

    Ihr fragt Euch sicher mit recht, warum meldete sich Susi zum neuen Jahr nicht? Warum erst heute? Ganz einfach, weil ich seit ein paar Wochen in einer Warum-Phase bin. Hä? Ihr versteht nicht was ich meine? Ich weiss, ab und zu rede ich in Rätsel. Hier meine Erklärung:   Aber zuerst hole ich mein Versäumnis nach und wünsche euch allen nachträglich ÄS GUETS NOIS, Gesundheit, Glück und liebe Menschen, die für Euch da sind. So wie geteilte Freude doppelte Freude sein kann, ist auch geteiltes Leid eher zu ertragen, wenn man nicht alleine ist. Danke auch, dass Ihr immer wieder in meinen Blog reinschaut und Feedbacks gebt. 😊   Warum Phase Die Warum-Phase haben eigentlich vor allem kleine Kinder. Sie wollen wissen, warum der Himmel blau ist oder warum es regnet. Fragen, die geduldige Eltern meistens beantworten können. Die Warum-Phase bei Kindern macht Sinn und ist lehrreich.   Anders ist es, wenn Erwachsene eine Warum-Phase haben. Meistens hinterfragt man Vergangenes, was man so oder so nicht mehr zu verändern kann. Nach einer Scheidung fragen sich viele oft, warum habe ich diesen Partner bzw. Partnerin nur geheiratet? Wer einen Unfall hatte und nun verletzt ist, fragt sich immer wieder, warum blieb ich nicht zu Hause? Man weiss, dass das Fragen nach dem Warum nichts bringt, einem nicht weiterbringt und trotzdem landet man oft in diesem Warum-Gedanken-Karussell.   Ich selber frage mich vor allem nach dem Warum, wenn meine chronischen Schmerzen, wie ich sie in den letzten Wochen hatte, mich müde und ausgelaugt machten. Schmerzen, die verursacht wurden durch unsachgemässe Operationen. Dank einem Arzt in Deutschland, weiss ich heute, dass diese inkompetenten Chirurgen, meine beiden Innenohren dermassen verletzt haben, dass ich nun ein Hörgerät brauche und oft auch Schmerzen habe. Diese Götter in Weiss wären verpflichtet gewesen, mir dies mitzuteilen. Nein, ich musste selber merken, dass ich fast nichts mehr höre und wunderte mich, warum? Ich dachte zuerst, dass ich nicht konzentriert zuhöre und gab mir alle Mühe, gut zuzuhören. Keine Chance, ob bei einem Vortrag oder mit Freunden im Restaurant, ich verstand oft nur einzelne Wörter. Nach einem Hörtest war klar, dass ich ein Hörgerät brauche. Die Chirurgen, denen ich dies zu verdanken habe, meinten nur, das sei eben mein Alter. Erst bei einem Arzt in Deutschland erfuhr ich dann, dass es ein Wunder sei, dass ich überhaupt noch höre. Mein Innenohr sei regelrecht „ zerschnetzelt“ .   Auch vernahm ich von anderen Ärzten, dass diese Metzger von Chirurgen, mir meinen Tränenkanal so dilettantisch entfernt haben, dass es nun unmöglich ist, mir einen künstlichen Tränenkanal einzusetzen. Deswegen tränt mein Auge ständig und ist auch oft entzündet. Ich erfuhr dann auch, dass man das rechte Auge nicht hätte entfernen müssen. Ein Wissen, dass mir heute nun nichts mehr bringt.   Auch mein Gaumen und Rachen wurde so malträtiert, dass ich oft Mühe beim Schlucken habe und ständig zu einem HNO-Arzt gehen muss, um vor allem den Rachen behandeln zu lassen. Ich wurde über diese Missgeschicke, die bei den Operationen geschehen sind, NIE aufgeklärt.   Ich geriet voll in die Selbstmitleid-Krise. Ich fragte mich ständig, warum um Himmels Willen liess ich mich von diesen Göttern in Weiss so unter Druck setzen? Warum glaubte ich ihnen, als sie mir versprachen, in spätestens  einem halben Jahr sei mein Gesicht wieder so rekonstruiert, dass ich unter die Leute gehen könne, ohne aufzufallen? Warum muss ich als Schweizerin nach Deutschland gehen, um zu erfahren, was Sache ist?   Ein ehemaliger Karatekollege gab mir dann den Rat, ich solle an unsere OSU-Redewendung im Karate denken. Ausgesprochen klingt es „ OSS “. Dieser Ausdruck bedeutet, bei Herausforderungen im Leben Widerstandsfähigkeit zu zeigen und dies mit Entschlossenheit anzupacken. Nach dem Gespräch mit diesem Kollegen war ich bereit, wieder aufzustehen und die Herausforderungen nicht zu beklagen, sondern, anzupacken.   Ihr seht, obwohl ich stark wirke, kämpfe und versuche nicht aufzugeben, habe auch ich meine dunklen Tage, wo mir einfach alles „stinkt“. Ich glaube diese traurigen, verzweifelten Gefühle muss man zulassen können. Ich bin überzeugt, nur wer sich ab und zu auch einmal „gehen lässt“ hat dann wieder die Kraft, aufzustehen und weiterzumachen.   In diesem Sinne:              OSU       💪

  • Schön ist es auf der Welt zu sein 😊 

    Dies ist ein Schlager von Roy Black und Anita in den 70er Jahren. Mir gefiel dieses Lied, schliesslich war ich ja auch gerne auf der Welt. Bis 2018, als ich in inkompetente Chirurgen-Hände geriet. Tut mir leid, dass ich dies immer wieder erwähne. Ich bin sonst kein nachtragender Mensch, doch wegen diesen früheren Chirurgen habe ich chronische Schmerzen, die vermutlich bleiben werden. Auch weiss ich heute, dank den Akten, was alles schief lief im früheren Spital. Da werde ich noch lange zu beissen haben.   Doch seit Herbst 2023 bin ich, mit Prof. Sailer und meiner Epithetikerin Daniela Hering, die in Potsdam wohnt, nicht nur in kompetenten Händen, sondern, werde auch emphatisch mit Anstand behandelt. Nun passt der Schlager wieder voll zu meinem Leben! René und ich leben richtig auf. Endlich können wir Ausflüge, Ferien oder sonstiges planen und ohne Hemmungen unter die Leute gehen. Ich habe einen richtigen Nachholbedarf. Als ich dann ein Inserat sah, welches für U50 in Malaga einen zweiwöchigen Sprachkurs von Linguista inklusiv Ausflüge anbot, überlegten wir nicht lange und meldeten uns an. Da ich früher mal in Teneriffa gewohnt habe und regelmässig per Zoom spanisch Unterricht nehme, verstehe ich Spanisch relativ gut. Aber klar, etwas Angst hatte ich schon. Angst, wie reagieren die Leute, wenn sie mich von nahem sehen? Soll ich präventiv erklären, warum mein Gesicht etwas anders aussieht oder nicht? Ich hatte auch Bedenken, ob ich so ein volles Programm (Schule, Ausflüge, lernen) gesundheitlich verkrafte werde. Doch, um dies zu erfahren, musste ich meine Komfortzone verlassen und mich auf die Reise machen.   Es hat sich gelohnt!   Unsere Reisegruppe „U50“, von der Sprachschule Linguista, trafen wir bereits am Flughafen, mit der Reiseleitern Susanne. Patricia Boser und die Sendung Sommertalk sei Dank kannten mich alle von der Sendung her und ich musste nichts erklären. Erleichtert und fröhlich sass ich im Flugzeug und bestellte mir zur Feier des Tages ein „Cüpli“. Seit Jahren konnten René und ich wegen mir nicht mehr richtig in die Ferien gehen, das musste doch gefeiert werden.   Es war alles super organisiert. Mit einem extra Bus wurden wir zu unserem Hotel gefahren. Cool war, dass die Schule im gleichen Gebäude war, wie unsere Unterkunft. So hatte man morgens nicht noch einen langen Weg zur Schule.   Tagesplan: 08:30 Uhr bis 12.30 Schule Joggen oder spazieren am Strand entlang oder schwimmen im Swimmingpool. Nachmittags wurden immer auch Ausflüge angeboten. Am Abend waren wir „U50“ meistens zusammen und besuchten verschiedene Restaurants. Wie in Spanien üblich, assen wir erst so um 21 Uhr. Ins Bett kamen wir jeweils erst um Mitternacht. Viel geschlafen haben wir nicht, da um 6 Uhr der Wecker klingelte. Ich war so voller Glückhormone, dass ich kurz aber tief und fest schlief und morgens „purlimunter“ aufstand. Von Müdigkeit keine Spur.   Am ersten Tag wurden wir anhand eines Einstufungstests in die verschiedenen Levels eingeteilt. Ich kam in die Klasse B1.   Wir hatten immer die gleichen zwei Lehrerinnen. Humorvoll, unterhaltsam und kompetent unterrichteten sie uns. Nie kam Langeweile auf.   Gesundheitlich ging es mir relativ gut. Ich hatte meine üblichen Schmerzen, ab und zu auch Beschwerden mit meinem Auge, doch die Meeresluft tat mir gut. Auch war ich sehr glücklich, dass René und ich endlich unser Leben zurückhatten und unser pensioniertes Leben in vollen Zügen geniessen konnten.   Mein Glücksrausch führte mich fast zu einem Grössenwahn. Mir gefiel Malaga so gut, dass ich am Strand nach einem Ferienhaus Ausschau hielt und mir Immobilien Adressen vor Ort suchte. Doch, da stoppte mein Mann mein Hochgefühl und brachte mich wieder auf den vernünftigen Boden. Träumen darf man ja. 😉   Es waren wunderbare Ferien. Alles war einfach perfekt! Glücklich flogen wir am 26. Oktober wieder zurück in die Schweiz. Wir kommen wieder!   Ein paar Eindrücke von unseren Malaga Ferien: Unterwegs auf Picasso gestossen   Ausblick in die Hügel von unserer Schule aus gesehen Mein Mann René vertreibt sich die Zeit, währenddem ich die Schulbank drücke Abkühlung im Pool Paella valenciana, gekocht als Gemeinschaftswerk der Schüler

  • Never, ever give up!

    Was habe ich immer gesagt?     Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage.   Hier bin ich! 😊 Die vielen lieben und positiven Feedbacks, die ich nach dem Sommertalk mit Patricia Boser bekam, berührten und freuten mich sehr. Da es für mich schon als Politikerin selbstverständlich war, dass ich jeweils jedes Mail beantwortete, machte ich mich sofort an die Arbeit. Ich hoffe wirklich, dass ich kein Mail übersehen habe. Wenn doch, dann meldet euch und ich hole es nach. Einige Mails machten mich auch traurig, realisierte ich doch, dass ich bei weitem kein Einzelfall bin, der mit inkompetenten Ärzten und ihren misslungenen Operationen zu kämpfen hat. So verschieden die Leidensschicksale sind, ist etwas genau gleich: Die meisten der Patienten und Patientinnen, sind älter, haben noch - wie ich - einen Partner aber ohne andere Familienangehörige. Zu zweit ist es sehr schwierig, sich gegen die Götter in Weiss zu behaupten, wenn man noch keine Erfahrungen mit arroganten Ärzten hat. Umso glücklicher war ich, dass ich bei drei Leuten meinen jetzigen, kompetenten Arzt, Professor Sailer in Zürich, empfehlen konnte. Alle drei Patienten fühlen sich bei ihm gut betreut und vor allem, sehr gut beraten. Auch zu meiner sehr kompetenten Epithetikerin Daniela Hering in Potsdam, konnte ich jemanden schicken, der nun endlich eine Epithese hat, die bequem ist und hält. Es tut gut, wenn man seine Erfahrungen teilen und helfen kann, damit sie endlich zu kompetenten Ärzten und Fachpersonen gelangen. Wir Patienten müssen doch zusammenhalten! 😊 Ich bin sowas von dankbar, dass ich Daniela Hering und Professor Sailer gefunden habe. Seitdem geht es mit meiner Lebensqualität und Lebenslust nur noch bergauf. Nachfolgend ein paar Fotos, wo man sieht, wie fit ich wieder geworden bin und wie ich endlich wieder Lebensqualität und mein Leben zurückhabe.

  • Neues Gesicht neues Leben!

    Sommer Talk mit Patricia Boser See-Restaurant Fischers Fritz in Zürich   Ausstrahlungstermin: 19.07.2024 Sender: TeleZüri, Tele M1, Tele Bern, TVO     Vorgeschichte Im November 2020 war Patricia Boser für die Sendung Lifestyle bei uns zu Hause. Da hatte ich noch das Gesicht mit einer selbst genähten Stoffmaske verhüllt. Fast sechs Jahre musste ich mein Gesicht mit dieser selbst genähten Maske verhüllen, da die früheren Chirurgen nicht mehr weiterwussten und mich sitzen liessen. Sommer Talk Tempi pasati! Dank einer sehr kompetenten und genialen Epithetikerin in Potsdam (Deutschland) und einem Genie von einem Gesichtschirurgen, Professor Sailer in Zürich, habe ich mein Leben wieder zurück.😊 Ich kann mit dieser Epithese joggen, schwimmen und tanzen und sie fühlt sich wie meine eigene Haut an. Ich spüre sie gar nicht. Dies und noch mehr erzählen René und ich Patricia Boser im Sommer Talk – Life Style Edition . Ihre emphatische Art machte es uns leicht, offen und ohne Hemmungen von unserer Odyssee bis zur fertigen Gesichtsepithese zu erzählen. Die Atmosphäre war locker und so gemütlich, dass ich fast vergass, dass wir nicht unter uns waren, sondern auf Sendung. 😉   Danach genossen wir noch im Restaurant Fischers Fritz „än feine Zmittag“. Noch nirgends haben wir so feine „Knusperli“ gegessen, wie hier. Die können wir wirklich sehr empfehlen!   Falls ihr die Sendung nicht gesehen habt, nochmals sehen wollt oder da, wo ihr wohnt, keinen Zugriff auf einen der lokalen TV-Sender wie TeleZüri habt, könnt ihr die Sendung gerne mit folgendem Link auf euren Handy, LapTop oder PC nachschauen. Viel Spass!  😊     Sommer Talk – Lifesyte-Edition Nachfolgend noch ein paar Impressionen vom Drehtag

  • Gelungenes Comeback

    Eines vorweg: Seit ich endlich in guten ärztlichen Händen bin, geht es mir immer besser. Ich habe wieder Lebensfreude, Energie für Aktivitäten und bin einfach glücklich, dass die schlechten Jahre vorbei sind😊 In einem Anflug von Übermut meldete ich mich beim Reusslauf an. Nicht die Zeit war mir wichtig, sondern gesund und ohne Probleme ins Ziel zu kommen. Mein Mann übernahm sofort die Trainerfunktion. Er begleitete mich bei jedem Wetter wochenlang mit dem Velo. Er nahm seine neue Rolle ernst und achtete auf einen guten Laufstil und übte mit mir Quantität und Qualität. Wie Ihr auf dem Foto seht, habe ich die Herausforderung angenommen. Mein armer Mann ertrug meine Nervosität vor dem Lauf wie ein richtiger Profi-Trainer. Vermutlich war er froh, als ich um 14 Uhr startete. In jeder Kategorie hatte es einen Pacemaker mit einer Fahne am Rücken und einer Laufzeit. In unserer Gruppe war die Wunschzeit 60 Minuten. Obwohl ich eher mit mehr als einer Stunde für mich rechnete, war ich von Anfang an hinter dem Pacemaker. Unser Pacemaker war eine Frau, die uns jeden geschafften Km mitteilte und ein sehr regelmässiges Tempo hatte. Zuschauer klatschten und spornten uns mit Hopp-Rufen an. Was für ein wunderbares Gefühl, als ich nach Jahren endlich wieder einmal diese besondere Atmosphäre bei einer Laufveranstaltung spüren konnte. Während dem Lauf spürte ich ein Glücksgefühl und Dankbarkeit wieder dabei sein zu können. Meine Wunschzeit eine Stunde erreichte ich fast: Es waren eine Stunde und 31 Sekunden. Glücklich fiel ich am Ziel meinem Schatz in die Arme. Was will man mehr? Ich bin zurück im Leben! Nachfolgend ein paar Impressionen

  • Zurück ins Leben gerannt

    Meine grosse Leidenschaft oder besser gesagt, meine zweite Liebe ist das Laufen (Joggen). Für mich ist dieser Sport Hilfe in Krisen oder Minderung von Sorgen. Nach dem Laufen sind die Probleme immer noch da, aber man sieht klarer und findet deshalb auch eher eine Lösung. Es ist auch Lebensfreude. Mein ganzer Körper jubelt, wenn ich mit „ihm“ joggen gehe. Er belohnt mich jeweils immer mit einer guten Portion Endorphine. (Ausschüttung von Glückshormonen) Weil es mir nun immer besser geht ich auch wieder regelmässiger jogge, schlug mein Mann René plötzlich vor, ich solle doch wieder mal an einem Wettkampf mitmachen. Es war schon lange mein Wunsch wieder einmal die Atmosphäre an einem Lauf zu erleben. Einmal Läuferin immer Läuferin! Einer meiner Lieblingsläufe ist der Reusslauf in Bremgarten (AG). Es ist eine wunderschöne Strecke mit sehr engagierten Organisatoren und super Stimmung. Zudem ist dieses Jahr noch das 40-jährige Jubiläum mit grossem Fest. Ganz klar, dass ich mich für mein Comeback für den 10 Km Reusslauf entschied, der am Samstag 24.02.2024 stattfindet. Die Vorfreude ist gemischt mit etwas Nervosität und Dankbarkeit zugleich. Nervosität, ob ich die Strecke gut meistere. Dankbarkeit, wieder am Leben mit meiner Passion Laufen teilnehmen zu können Meine Teilnahme ist dem Bremgartener Bezirksanzeiger aufgefallen und hat mich spontan zu einem Interview eingeladen. Dieser Artikel hat mich sehr gefreut. Es motiviert mich und die vielen positiven Reaktionen zeigen mir, dass sich viele über mein Comeback freuen. Der Journalist Josip Lasic fand im Artikel genau die richtigen Worte. Auch der Titel „Zurück ins Leben gerannt“ bringt es auf den Punkt. Es tut so gut, wenn man spürt, wie sich die Leute mit mir freuen. Der nachfolgende Link zeigt euch ein PDF mit dem am 20.02.2024 erschienen Artikel an: Zurück ins Leben Reaktionen Da ich auch im Facebook über meine Teilnahme am bevorstehenden Reusslauf berichtete und den obigen Artikel erwähnte, bekam ich viele positiven und aufmunternde Reaktionen, was mich sehr freute. Eine Reaktion hat mich besonders gefreut und zwar kam sie vom Cheftrainer desKarate-Clubs Wohlen, Rapahel Gauch, wo ich früher einmal mittrainieren durfte. Diese Reaktion will ich euch nicht vorenthalten und darum habe ich sie nachfolgend abgebildet: Laufe und werde werde und laufe. Laufe, um in der äusseren Welt erfolgreich zu sein. Werde, um in der inneren Welt Fortschritte zu machen!

  • Guru Gaitri Mantra

    Eines vorweg: Endlich habe ich seit Oktober eine Perspektive um weiterzuleben und dies mit einer guten Lebensqualität. Dies dank einem Arzt, der seit Oktober mehr für mich bzw. mein Gesicht getan hat, als die früheren Chirurgen in 6 Jahren! Vor allem gelingen dem neuen Arzt die Eingriffe bereits beim ersten Mal, weil er sich sehr gut vorbereitet und grosse Erfahrung hat. Doch, mehr davon in einem anderen Artikel. Heute zeige ich Euch ein Video mit meinen Erklärungen dazu. Es geht um eine Yoga Meditation. Meine Meditation war und ist immer noch das Joggen. Da kann ich abschalten mich vom Stress erholen. Oft fange ich ausgelaugt an zu joggen und komme erholt und mit frischer Energie zurück. In diesem Sommer war ich in einem Yoga-Kurs. Ich dachte, dies sei für mich easy, schliesslich bin ich Joggerin und «zwäg». Doch «ohha lätz»! So gesund das Joggen ist, doch es macht etwas unbeweglich, da die Muskeln sich beim jahrelangen Training verkürzen können. Dann noch mein hohes Alter 😉 Gott sei Dank war es ein Kurs für Anfänger. Die Lehrerin hat die Lektionen sehr lehrreich gestaltet. Nach jeder Lektion wusste ich etwas mehr über Yoga und konnte eine Bewegung mehr. Am Schluss hat sie uns ein Mantra gezeigt, dass mir vom ersten Moment an einfach guttat. Ich spüre eine Entspannung und Frieden in mir und komischerweise kapiert hier mein Hirn, dass nun loslassen angesagt ist und verschont mich mit doofen Gedanken. Ich mache dieses Mantra nun jeden Morgen nach meiner Morgengymnastik. Ich fühle mich danach jeweils einfach gut und voller Energie. Deswegen möchte ich Euch dies hier nun vorstellen: Das Mantra wird folgendermassen beschrieben: Dieses Mantra hat eine ganz aussergewöhnliche Wirkung. Es beseitig karmische Blockaden und Unglück aus der Vergangenheit. Es reinigt die Aura, so dass es dir leichter fällt zu meditieren und dich mit der Unendlichkeit zu verbinden. Es ist ein Schutzmantra, reinigt das Unterbewusstsein, stabilisiert die beiden Gehirnhälften und führt Shakti-Sonnenenergie in jeden Nerv deines Körpers. Es arbeitet am Herzzentrum, indem es Mitgefühl, Geduld und göttliche Toleranz entwickelt, sowie die Fähigkeit Erbitterung, Schmerz und den Angriffen der Zeit zu widerstehen. Bedeutung der folgenden Übungen: Gobinde Tröster/ Erhalter Mukande Befreier Udaare Erleuchter Apaare Unendlicher Hariang Zerstörer Kariang Schöpfer Nirname Namensloser Akame Wunschloser Beschreibung der Übungen Ausführung der Übungen Zum Schluss zeige ich euch noch, wie ich die Übungen jeweils am Morgen auf dem Balkon ausführe. Damit es etwas leichter fällt, lasse ich mich von einer Mantra-Musik begleiten. Probiert es doch einmal selbst. Es tut wirklich gut.  😊

  • Licht am Ende des Tunnels

    Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung. Dieser Spruch passt perfekt zu meiner Situation. Ich war nur noch verzweifelt! So verzweifelt, dass ich in jedem Arzt eine potentielle Gefahr sah. Ich hatte nur noch Angst und suchte keinen Arzt mehr auf. Doch nach dem Motto „Leben ist immer lebensgefährlich“ suchte ich einen neuen Gesichtschirurgen. Dank, unter anderem Herrn Google, fand ich dann einen berühmten Gesichtschirurgen und Professor in Zürich, der in Amerika viele Preise für seine chirurgischen Arbeiten erhalten hat. Bei ihm meldete ich mich nach drei Tagen Bedenkzeit an. Als ich ihn das erste Mal aufsuchte, sagte mir mein total verzweifelter Verstand „Susi, alle Ärzte sind gefährlich“. Doch mein Herz und vor allem mein Bauchgefühl sagten: „Susi hier bist du bei einem guten Arzt“. Mein Verstand irrte sich in den vielen Jahren meiner Ärzte-Odyssee so oft, dass ich nun voll und ganz auf mein Bauchgefühl hörte und den Verstand ignorierte. Gott sei Dank! Der Gesichtschirurg sah auf dem Röntgenbild, dass es im Nasenbereich im Gewebe zwei Schrauben hatte, die vermutlich für meine Schmerzen verantwortlich waren. Die hatte der frühere Chirurg bei der letzten Operation allem Anschein nach einfach vergessen. Zudem ist der gleiche Arzt für meinen schiefen Mund verantwortlich. Er hatte eine Seite des Gesichtes so malträtiert, dass ich nur noch auf einer Seite eine Nasolabialfalte hatte. Dadurch war mein Gesicht - aber vor allem mein Mund - total schief. Ständig muss ich den Leuten erklären, warum mein Mund so komisch aussieht. Ich leide wirklich darunter. Der Professor und sein Oberarzt, auch ein bekannter Chirurg, erklärten mir alles genau, was möglich ist und was nicht. Wichtig sei auch, dass diese nutzlosen Schrauben entfernt werden, da diese das Gewebe entzünden und Beschwerden machen können, was ich ja auch spürte. Weil es in meinem Fall nicht möglich war, die kaputte Nasolabialfalte zu rekonstruieren, entschieden sie sich, meine Nasolabialfalte links zu entfernen, damit es nicht mehr ganz so auffällig sei. Auch erklärten sie mir, dass sie nicht alles in der gleichen Operation machen werden, sondern Schritt für Schritt vorgehen, damit sich das Gewebe und ich erholen können. In der jetzigen Operation war das Ziel, die Schrauben zu entfernen und die Nasolabialfalte zu entfernen. Alles Weitere werde später in Angriff genommen. Endlich Ärzte, die keine Massenabfertigungen machen und einen Plan haben, wie es weitergeht! Am 12. Oktober um 14:30 war die Operation in der Klinik. Freundlich wurde ich empfangen. Auch auf der Abteilung herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre. Der Anstand und das Benehmen gegenüber dem Patienten waren professionell, emphatisch und mit der nötigen Distanz, die es in diesem Beruf braucht. Das Pflegepersonal behandelte mich nicht wie eine Aussätzige, auch nicht mit komischen Bemerkungen, sondern kompetent und sehr hilfsbereit. Im Operationsraum war ich dank dem netten Empfang und dem freundlichen Personal nervös aber ohne Angst. Vermutlich nervte ich den Narkosearzt ein wenig, da ich ununterbrochen plapperte. Dies mache ich immer, wenn ich nervös bin. Doch die Narkose brachte mich zum Schweigen. 😉 Als ich im Aufwachraum erwachte, weiss ich nur noch, dass ich sofort wieder anfing zu plappern. Der Professor begrüsste mich und sagte mir, dass alles gut verlaufen sei. Nun solle ich aber nicht zu viel reden, damit die Wunde um den Mund sich nicht ständig bewege. Es versteht sich von selbst, dass ich sofort schwieg. Auf der Abteilung wurde ich sehr gut betreut. Fühlte mich gut aufgehoben und wohl. Der Oberarzt kam noch vorbei und brachte mir die zwei Schrauben, die in meinem Gewebe waren. Das Gewebe um die Schrauben war deswegen entzündet und sehr strapaziert. Ich erholte mich schnell. Dies auch, weil ich nicht ständig im Halbstunden-Takt, wie im früheren Spital, von voyeuristischen Assistenzärzten, die ich nicht einmal kannte, aufgesucht wurde, die mit ihren privaten Handys jeweils Fotos von mir machten. Tempi passati! 😊 Am Samstag konnte ich bereits nach Hause. Ich hatte null Schmerzen. Besonders erfreulich, der stechende Schmerz war weg, weil nun endlich diese Schrauben entdeckt und entfernt wurden. Weitere Infos folgen. Als Abschluss eine Lebensweisheit: Akzeptiere, was ist Lass gehen, was war Hab Vertrauen in das, was kommt

  • Endlich wieder ein Gesicht!

    Vorgeschichte Seit fünf Jahren musste ich mit dieser selbst genähten Stoffmaske herumlaufen. Im Jahr 2018 hiess es zuerst seitens der Ärzte, dass ich innert einem halben Jahr wiederhergestellt sei und dass ich nur eine Augenepithese bräuchte. Die Nase werde rekonstruiert. Sie seien Koryphäen in diesen komplexen Rekonstruktionen. Dem war leider nicht so! Als mir dann einer dieser „Koryphäen“ sagte, ich solle doch mit dieser Stoffmaske leben, ich sei ja schon 60 Jahre alt, wusste ich, dass ich angelogen wurde. Mit dem Messer waren sie ganz schnell. Da sie nicht mehr weiter wussten, drückten sie sich vor der Verantwortung. Dies ganz legal, das dürfen Ärzte …. Nach zwei gescheiterten Versuchen mit Epithetikern hier in der Schweiz, resignierte ich. Eine Epithese sprang immer plötzlich weg. Ich war im Restaurant, schwups, die Epithese sprang über den Tisch. Ich war im Tram, schwups, die Epithese fiel zu Boden und ich ohne Epithese vor all den Leuten. Der Epithetiker meinte dann, ich solle mich einfach nicht unnötig bewegen. Dass ich damit keinen Bungee Jump machen kann, war mir klar, doch nicht mal Kaffee trinken? Bei der nächsten Epithese bei einem anderen Epithetiker, war die Epithese so schwer, dass ich das Gefühl hatte, einen Betonklotz im Gesicht zu tragen. Zudem schmerzte sie und machte mir die Haut ganz wund. Auch die Farbe stimmte überhaupt nicht. Mir blieb nichts anderes übrig, als weiterhin mit dieser Stoffmaske herumzulaufen. Ein neues Licht am Horizont Von der Nasenkrebsgruppe in Deutschland gab mir dann jemand eine Adresse in Potsdam. Dort sei eine Epithetikerin, die schon Unmögliches möglich gemacht habe. Ohne grosse Hoffnung kontaktierte ich Frau Hering, so der Name der Epithetikerin. Spontan bot sie an, dass sie in einem Monat in Zürich sei und bei uns vorbeikommen könnte. So könne sie sich einen ersten Überblick von mir bzw. meinem Gesicht machen. Ihr Besuch bei uns und ihre individuellen Lösungsvorschläge überzeugten mich und meinen Mann. Nach dem Motto „never give up“, fuhren wir dann im August 2023 an einem Sonntagmorgen nach Potsdam und blieben eine ganz Woche dort. Wir hatten das Hotel neben der Praxis. Dies war ideal, da wir jeden Tag morgens ab 9 Uhr in der Praxis sein mussten. Am Vormittag und am Nachmittag hatten wir jeweils eine Sitzung, die zwei bis drei Stunden dauerte. Schon nach dem ersten Tag waren René und ich sehr zuversichtlich, dass es nun endlich klappen könnte. Die Chemie stimmte. Frau Hering ist eine fröhliche, emphatische und kompetente Frau. Jedes Detail, war es noch so klein, sah sie. Man spürte, dass sie ihren Beruf mit Leidenschaft und Freude ausführt und zudem erklärte sie uns alles ausführlich, währenddem sie arbeitete. Cool war, dass wir trotzdem genug Zeit hatten Potsdam etwas kennenzulernen. Eine wunderschöne Stadt zum flanieren und mit tollen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Schloss Sanssouci mit dem wunderschönen, grossen Park. Am Mittwoch war die Epithese soweit fertig, dass ich sie anziehen konnte. René und ich waren sprachlos, einfach nur WOW! Sie sieht sehr natürlich aus und passt absolut in mein Gesicht. Die Nase musste sie etwas markant machen, um das Transplantat zu verdecken. Doch ich wollte ja schon immer eine grössere Nase und mir gefällt es sehr gut! Da Frau Hering an der Epithese noch einige kleine Details machen musste, konnte ich sie noch nicht mitnehmen. Ab Donnerstag war es dann soweit. Ich durfte sie tragen und mitnehmen. Doch, oh Schreck, plötzlich bekam ich Panik. Seit fünf Jahren musste ich mein Gesicht verhüllen und nun plötzlich zack, sollte ich mich unverhüllt mit einem neuen Gesicht zeigen? Mein Vorschlag, ich werde am Anfang die Epithese nur im Zimmer tragen, kam bei René und Frau Hering gar nicht gut an. Ich hatte einfach plötzlich Angst, unverhüllt herumzulaufen. Hält die Epithese, merkt man, dass es eine künstliche Gesichtsmaske ist? Wie reagieren die Leute, wenn sie mit mir sprechen und mein unbewegliches, künstliches Auge entdecken? Fragen und Ängste, doch ich wusste dann auch, da muss ich durch. Nur so merke ich, wenn es noch irgendwo drückt oder sonst etwas nicht Ok wäre. Da wir noch bis Sonntag in Potsdam waren, hätte, falls nötig, Frau Hering auch noch nachkorrigieren können. Doch, es war nicht nötig! Die Epithese ist soooo bequem, dass ich sie nicht mal spüre. Ich kann damit joggen, duschen, schwimmen und sogar in die Sauna gehen. Ich habe alles ausprobiert und es funktioniert. 😊 Seit diesem Tag bin ich - seit Jahren - einfach wieder einmal nur glücklich. Die letzten zwei Tage in Potsdam genossen wir unsere neue Freiheit. Freiheit, nun endlich auszugehen, ohne ständig mit Blicken konfrontiert zu werden. Was sagte ich immer? HEUTE IST NICHT ALLE TAGE, ICH KOMM WIEDER KEINE FRAGE 😊

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© 2020 Susi Schildknecht

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