• Susi Schildknecht-Gut

Nasenkrebsgruppe Deutschland

Nicht verzagen, Nasenkrebsgruppe Deutschland fragen😊


Du musst einfach positiv denken. Ach. das Aussehen ist doch nur eine HĂŒlle, die inneren Werte zĂ€hlen. Du bildest dir sicher nur ein, dass die Leute gaffen. SprĂŒche, die ich mir anhören musste, von gutmeinenden Menschen, die mir lapidare RatschlĂ€ge gaben, wenn ich mich mal einfach aussprechen wollte. Mit solchen Antworten fĂŒhlte ich mich nicht ernst genommen. Auf die Frage, „wie geht es Dir“? sage ich nun nicht mehr ehrlich, was ich erlebe und fĂŒhle. Denn, auf solch doofe SprĂŒche kann ich verzichten.


Im Spital schickte mir die Pflegefachfrau, als ich nach einer Gruppe fĂŒr Nasenkrebs fragte, einen Psychiater vorbei. Seine erste Frage war, „hören sie Stimmen“? Etwas irritiert ĂŒber diese Frage verneinte ich. Zweite Frage war, ob ich suizidal sei. Auch damit konnte ich nicht dienen, schließlich ließ ich mir nicht das halbe Gesicht wegschneiden, um mich danach umzubringen. Ich versuchte ihm zu erklĂ€ren, dass ich mich nicht mehr unter die Leute getraue, weil viele penetrant gafften. Daraufhin empfahl er mir ein Psychopharmakon. Damit seien mir die Blicke dann egal, meinte dieser studierte Psychiater. Es versteht sich von selbst, dass ich ihn nicht mehr sehen wollte. Ein Psychiater, der einfach mechanisch seine Fragen abspulte, brauchte ich nicht.


Ich suchte im Google nach einer Vereinigung oder Gruppe, die sich mit Nasenkrebs oder entstelltem Gesicht auskennt oder selber betroffen ist. Ich fragte auch die Krebsliga, ob sie evtl. etwas wĂŒssten aber keine Chance. In der Schweiz haben Gesicht versehrte keine Lobby.


Meine Rettung kam aus Deutschland. Dank meinem Blog hat mich Margrit Dalldorf „gefunden“.


Sie hat in Deutschland nach einer Nasenkrebserkrankung eine Nasenkrebsgruppe gegrĂŒndet.

Sie schrieb mir ein total emphatisches Mail. WĂ€hrend dem lesen spĂŒrte ich, da ist endlich jemand, der mich versteht. Die weiß was es heißt, im Gesicht Krebs zu haben. Die weiß was es heißt, Angst zu haben vor „Gesichtsverlust“. Alle in dieser Gruppe haben entweder Nasenkrebs oder sind Angehörige. Es ist nicht einfach ein „SpĂŒrsch mi GrĂŒppli“, sondern es gibt konkrete Hilfe und Tipps die Menschen mit Nasenkrebs brauchen.


Ich bin nun erst seit September in dieser Gruppe. In dieser kurzen Zeit bekam ich endlich die UnterstĂŒtzung und Hilfe, die man in der Schweiz als entstellter Mensch nicht bekommt.


Beispiele:

Endlich habe ich nun in Deutschland dank Margrit Dalldorf eine Epithetikerin gefunden. In der Schweiz machte ich damit sehr schlechte Erfahrungen.


Hilfreich finde ich den Erfahrungsaustausch ĂŒber Ärzte SpitĂ€ler oder sonstiges Fachpersonal.


Wenn jemand eine Epithese bekommt, die schlecht gemacht wurde, und der Fachmann oder Frau nicht bereit ist, diese Epithese zu verbessern, kommt er es mit Margrit Dalldorf zu tun. Selbst hat man jeweils keine Kraft, sich zu wehren.


Wer verzweifelt ist und der Gruppe schreibt, bekommt keine leeren Phrasen, sondern echte Anteilnahme. Wie ernst das MitgefĂŒhl gemeint ist, merkt man, indem am anderen Tag nachgefragt wird, wie es einem geht. HĂ€tte ich diese Gruppe schon frĂŒher gekannt, wĂ€ren mir viele schlechten Erfahrungen erspart geblieben.

Obwohl ich die Leute in der Gruppe noch nicht persönlich kenne, habe ich das GefĂŒhl, wir kennen uns schon jahrelang.


Sobald ich endlich sozialvertrÀglich aussehe und vor allem die Corona-Gefahr gebannt ist, werde ich ein Treffen mit der Gruppe in Deutschland organisieren.

Denn,

Menschen zu finden, die mit uns fĂŒhlen und empfinden, ist wohl das grĂ¶ĂŸte GlĂŒck auf Erden!


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