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  • Artikel in der AZ-Freiamt

    Marc Ribolla hat in der Aargauer Zeitung in der Rubrik Freiamt auch einen Artikel über meine Nomination beim Beobachter für den PrixCourage verfasst. Ich bin überwältigt über das Echo, welches mir wegen meiner Nomination entgegengebracht wird. Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Den Artikel könnt ihr lesen, wenn ihr auf folgendes Bild clickt: Auch auf der FB-Seite des Beobachters ist das Echo enorm. Vielen Dank nochmals für die vielen lieben Worte und Zusprüche. Heute ist nun der letzte Tag, an dem man noch für mich "voten" kann. https://www.beobachter.ch/prix-courage Also drückt mir die Daumen. ✌ 😊

  • Artikel in unserer Lokalzeitung BBA

    Herr Wetli, vom Bremgarter Bezirks-Anzeiger, hat über mich, weil ich für den Prix Courage nominiert bin, einen einfühlsamen Artikel geschrieben. Seine Fragen waren emphatisch ohne komisches Mitleid. Ich fühlte mich ernst genommen. Einfach auf das folgende Bild clicken und ihr könnt den Artikel lesen. Bis am 18. Oktober 2020 kann man mich noch wählen. https://www.beobachter.ch/prix-courage Eure Stimme würde mich freuen! Danke 😊

  • Prix Courage 2020

    Liebe alle Ich bin vom Beobachter für den Prix Courage 2020 nominiert worden. Bis am 10. Oktober 2020 kann man die Person, die man will, wählen. Es würde mich natürlich soooo freuen, wenn ihr mir eure Stimme geben würdet. Danke! 😊 Nachfolgend findet ihr eine Beschreibung, wie man zu Abstimmung gelangt: Aufruf zur Abstimmung https://www.beobachter.ch/prix-courage/prix-courage-2020-das-sind-die-nominierten-stimmen-sie-jetzt-ab Registrierung · Beim ersten Aufruf wird von der Beobachter-Seite eine Registrierung verlangt. · Die einmalige Registrierung ist gratis. Prix Courage 2020 – Die Nominierten im Porträt · Nach der Registrierung ist eine Liste aller Kandidaten sichtbar. · Wenn man nun auf meinen Link clickt … Susi Schildknecht … setzt mit ihrem Gesicht ein Zeichen. · … werden Informationen über mich inklusive eines Videos zu finden sein. Ihre Stimme zählt! · Hier geht es zur Abstimmung. · Einfach auf den Link über das untenstehende Formular clicken. Prix Courage 2020: Jetzt abstimmen · Hier natürlich, wie nachfolgend gezeigt, bei meinem Namen 😉 den Kreis aktivieren und danach «Stimme abgeben» anclicken.

  • Prix Courage 2020

    Liebe alle Ich bin vom Beobachter für den Prix Courage 2020 nominiert worden. Bis am 10. Oktober 2020 kann man die Person, die man will, wählen. Es würde mich natürlich soooo freuen, wenn ihr mir eure Stimme geben würdet. Danke! 😊 Nachfolgend findet ihr eine Beschreibung, wie man zu Abstimmung gelangt: Aufruf zur Abstimmung https://www.beobachter.ch/prix-courage/prix-courage-2020-das-sind-die-nominierten-stimmen-sie-jetzt-ab Registrierung · Beim ersten Aufruf wird von der Beobachter-Seite eine Registrierung verlangt. · Die einmalige Registrierung ist gratis. Prix Courage 2020 – Die Nominierten im Porträt · Nach der Registrierung ist eine Liste aller Kandidaten sichtbar. · Wenn man nun auf meinen Link clickt … Susi Schildknecht … setzt mit ihrem Gesicht ein Zeichen. · … werden Informationen über mich inklusive eines Videos zu finden sein. Ihre Stimme zählt! · Hier geht es zur Abstimmung. · Einfach auf den Link über das untenstehende Formular clicken. Prix Courage 2020: Jetzt abstimmen · Hier natürlich, wie nachfolgend gezeigt, bei meinem Namen 😉 den Kreis aktivieren und danach «Stimme abgeben» anclicken.

  • The story goes on ...

    Nun bin ich bereits wieder im Spital für eine erneute Operation. Dieses Mal ist es eine Korrektur bzw. Vervollständigung der Nase und des Atmungslochs, damit ich wieder normal atmen kann. Ich bin natürlich entsprechend nervös, denn man weiss eben erst, wie es geworden ist, wenn man dann nach der OP aufwacht und sich im Spiegel sieht. Die folgende Weisheit widerspiegelt daher ziemlich genau, wie ich mich im Moment so fühle: "Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung" Wünscht mir Glück. 🤞

  • Wer bin ich?

    Ja, wer bin ich? Eine so einfache Frage, und doch irgendwie nicht einfach zu beantworten. Hier nun ein Versuch: Ich bin eine 59-jährige Frau, in Zürich geboren. Trotz Turbulenzen in der Kindheit habe ich das Leben in den Griff bekommen. Ich kenne das Leben von den schönen und weniger schönen Seiten. Die schönen geniesse ich, die weniger schönen versuche ich zu überwinden. Mein Einstieg ins Berufsleben fing bei Pfarrer Sieber an. Die Arbeit im Pfarrhaus war für mich eine sehr gute Lebensschule. Ich lernte in diesem Haus nicht nur kochen, sondern auch, wie man respektvoll mit Menschen umgeht, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und das Leben deswegen nicht so meistern, wie andere. Ich lernte, Menschen ohne Vorurteile zu begegnen, sie zu nehmen wie sie sind. Danach absolvierte ich ein Praktikum im Kinderspital Zürich und danach ging ich als «Au Pair» nach Florenz. Eigentlich wollte ich nur ein Jahr bleiben, um die Sprache zu erlernen. Doch, ohjeh, ich verliebte mich und verschob das «nach Hause-Gehen» immer wieder. Fast hätte ich dort geheiratet, aber nur fast. 😉 Komplizierte Geschichte, à la Susi. Wieder in der Schweiz jobbte ich ein paar Jahre in verschiedenen Jobs. Danach absolvierte ich die Handelsschule. Nebenbei bildete ich mich als Gymnastiklehrerin aus, machte die Ausbildung zur Lymphdrainage-Therapeutin und Sportmasseurin. So gefiel mir das arbeiten. Zwei Jobs, halbtags im Büro und den Rest in der Fitness- und Wellnessbranche. Von 2002 bis 2010 war ich Gemeinderätin in der Stadt Zürich. Danach zog ich zu meinem Freund in den Aargau. 2011 heirateten wir in Las Vegas. Mein Mann ist für mich mein Fels in der Brandung. Immer für mich da, in guten, wie in schlechten Zeiten. Seit 2012 kämpfe ich gegen den Krebs im Gesicht und nun, bis die Wiederherstellung endlich fertig ist, mit meinem entstellten Gesicht. Privat habe ich seit 24 Jahren den liebsten Mann, den man sich wünschen kann. Das sagen zwar alle von ihren Partnern, bei mir stimmt es aber! Meine Hobbies: Laufsport Ich habe viele Wettkämpfe gemacht. Vor allem die Marathondistanz gefällt mir. Heute jogge ich nur noch gemütlich, um fit zu bleiben. Lesen Ich bin Bücher süchtig! Orell Füssli ist bald ausverkauft und ich pleite. Vor allem Biografien interessieren mich. Schreiben Ich habe 2009 mein erstes Buch geschrieben; «erst recht». Schreiben entspannt, fordert und erfüllt mich mit Zufriedenheit. Rhetorik Seit 2013 bin ich in einem Rhetorikclub. Ja, ich rede gerne 😊

  • Denn sie wissen nicht, was sie sagen

    So gut die medizinische Versorgung in der Schweiz heute ist, etwas ist nach wie vor katastrophal: Die Kommunikation gewisser Ärzte und Pflegefachleute. Dies wurde mir wieder bewusst, als mir eine Kollegin erzählte, dass der Arzt ihrer Mutter nach der Brustkrebsdiagnose sagte, er mache es kurz; entweder Brust weg oder sie sterben. Melden sie sich, wenn sie sich entschieden haben. Mit diesen Worten liess er die verzweifelte Frau einfach alleine. Selbstverständlich muss ein Arzt ehrlich sein, darf keine Illusionen machen. Doch, WIE ein Mediziner dies sagt, ist sehr wichtig. Man sollte die Wahrheit dem Patienten wie einen Mantel hinhalten, dass er hineinschlüpfen kann und nicht einfach wie ein nasses Tuch um den Kopf schlagen. Zudem sollte bei einem solchen Gespräch immer ein Angehöriger dabei sein. Auch bei mir kam der Arzt im Jahr 2011 kurz vor seinem Feierabend ins Zimmer und teilte mir mit, dass ich Nasenkrebs habe. Weiteres bespreche er dann morgen mit mir und liess mich ohne Fragen zu beantworten alleine. Ich glaube, vielen Ärzten gelingt der Spagat nicht mehr, zwischen Distanz und Emphatie. Ärzte müssen eine gewisse Distanz zum Patienten und seinem Leiden haben. Wenn er das Schicksal von seinem Patienten nach Hause nimmt, wird er früher oder später ein Burnout bekommen. Doch, was ein Arzt immer behalten sollte (wenn er es denn überhaupt je hatte) ist Emphatie für seine Patienten. Empathie heisst nicht Mitleid! Empathie bedeutet, sich in den leidenden Menschen einfühlen zu können. Einige Götter in Weiss vergessen, dass der Patient eigentlich seinen nicht ganz kleinen Lohn bezahlt und ein Recht darauf hat, menschlich wie medizinisch, gut behandelt zu werden. Ein paar Beispiele, was ich mir von Ärzten und auch Pflegefachleuten in den 10 Jahren meiner Krebskrankheit und entstelltem Gesicht anhören musste: Ein Arzt sagte mir vor Jahren nachdem er mir mitteilte, dass man die Hälfte der Nase und Nasenbein entfernen müsse: «Ach Frau Schildknecht, in ihrem Alter ist das Aussehen doch nicht mehr so wichtig». Im gleichen Spital meinte dann eine Pflegefachfrau nach der Operation: Wenn ich so aussehen würde, ich glaube, ich würde mich sofort erschiessen. Da gab ich dann aber verbal zurück: «Ach wissen sie, der Unterschied zwischen uns zwei ist, ich sah bis vor der Operation gut aus … Können sie überhaupt noch in den Spiegel schauen? Hat ihr Mann keine Mühe mit ihrem entstellten Gesicht? Das sind weitere blöde Fragen, mit denen ich von Pflegefachleuten konfrontiert wurde. Einen Tag vor meiner Operation, wo man mir die Nase einen Teil der Wange und das Auge amputierte, kam ein Assistenzarzt ins Zimmer, untersuchte mich und meinte am Schluss: Er freue sich auf die sehr interessante Operation morgen. Was ich dabei empfinde, hat er sich vermutlich nicht überlegt. Ich konnte seine Freude nicht teilen. Den Vogel abgeschossen hat eine Assistenzärztin. Als ich nach einer Operation bemerkte, dass mein Mund schief ist, war ich beunruhigt und fragte sie, warum ich dies habe. Sie machte am Verband weiter und gab keine Antwort. Also, hakte ich nach und fragte nochmals und bat um eine Antwort. Da meinte sie: Hören sie auf mit ihrer Stürmerei, ich bin schwanger und habe keine Nerven, komische Fragen zu beantworten und verliess das Zimmer. Soviel zu Frauen, die Karriere, Kind und alles aufs mal wollen. Die Überforderung lassen sie dann den Patienten spüren. Ich erlebte in einigen Spitälern, nicht motivierte und inkompetente Assistenzärzte und Ärztinnen. Warum solche Leute Medizin studiert haben kann man nur ahnen. Ist es, weil der Papa auch Arzt ist? Ist es wegen dem Ansehen in der Gesellschaft? Oder weil man Macht über Patienten hat? Wer Menschen nicht gerne hat, wer keine Geduld hat, wer ohne Herz Kranke betreut, sollte den Patienten zuliebe den Beruf wechseln.

  • Lesen stärkt die Seele (Voltaire)

    Seit ich wegen der Krankheit und den vielen Operationen meine Stelle verloren habe, habe ich sehr viel Zeit. Mein Glück ist es, dass ich einige Hobbies habe, die ich regelmässig ausübe. Sport wie Joggen und Krafttraining tun mir körperlich gut und für die Seele brauche ich das Lesen. Normale Menschen verschenken die gelesenen Bücher um wieder Platz zu haben. Ich kann das nicht! Fast jedes Buch bewahre ich auf. Da ich wichtige Sätze in den Büchern markiere, finde ich es ab und zu interessant, darin zu blättern und nur die markierten Stellen nochmals zu lesen. Na ja, jeder hat so seinen Spleen. 😉 Als ich mein rechtes Auge wegen dem Krebs verlor, hatte ich Angst, dass ich meine grosse Leidenschaft das Lesen nicht mehr gut ausüben kann, doch Gott sei Dank geht es wirklich gut. Mein linkes Auge übernimmt die Doppellast ohne Murren und müde werden. Ich glaube, ich bin schon mit dem Lese-Gen auf die Welt gekommen. Bereits im Kindergarten wollte ich jeden Buchstaben wissen, wenn mir meine Mutter vorgelesen hatte. Auch war meine Frage immer, ob die Geschichte wahr sei. Wenn sie verneinte interessierte mich das Vorgelesene nicht mehr. Ein komisches Kind muss ich gewesen sein. 🙈 Das Schneewittchen gefiel mir sehr gut. Vor allem, als mir meine Mutter versicherte, dass dies eine wahre Geschichte sei…. Keine Angst, unterdessen weiss ich, dass Schneewittchen ein Märchen ist. 😉 Doch mein Interesse an wahren Geschichten blieb. Deswegen habe ich jahrelang eigentlich fast nur Biografien gelesen. Lebensgeschichten von Menschen, die trotz widrigen Umständen sich nicht unterkriegen lassen oder mit einer Krankheit leben müssen oder auch trotz schlechten Startbedingungen in der Kindheit ihr Leben meistern und es zu was gebracht haben, sind für mich Vorbilder und geben Motivation. Mindestens einmal in der Woche trifft man mich im Orell Füssli an mit dem Vorsatz «nur» ein Buch zu kaufen. Doch, wie kann man sich an Vorsätze halten, wenn man in einem Haus voller Schätze von Büchern ist? Kommt dazu, dass das Personal sehr freundlich ist und mir auch immer wieder gute Tipps für neue Bücher gibt. Ich packe dann jeweils so drei vier Bücher gehe ins Starbucks, der im Orell Füssli ist und bei einem Cappuccino versuche ich dann jeweils mich für ein Buch zu entscheiden. «Leider» kann ich mich nur selten für ein Buch entscheiden, so kommt es wie es kommen muss und ich kaufe alle drei oder vier Bücher. Ideen für neue Bücher bekomme ich in den Büchergruppen «Bücher, die man gelesen haben sollte», und «Für Bücherwürmer und Leseratten» in Facebook. Unterdessen lese ich nicht mehr nur Biografien. Es gibt auch sehr gute Romane, die interessant, spannend und berührend sind. Es müssen aber Geschichten sein, die es im wirklichen Leben auch geben könnte. Mit Krimis, Grusel- oder gar Fantasie-Stories kann ich nichts anfangen. Hier eine Auswahl meiner März/April Buchkäufe: Drei Bücher (ein Lustiges und zwei Tiefgründige) habe ich bereits gelesen und kann ich sehr empfehlen: Zur Hölle mit den Seniorentellern! Zwei Handvoll Leben: Neu Leben:

  • Zwischen Verzweiflung Wut und immer weniger Hoffnung

    Mir wurde am Anfang angeraten, in meinem Blog nur Positives zu schreiben. Wenn es mir schlecht gehe, wenn ich verzweifelt sei, soll ich einfach nichts in den Blog reinschreiben. Doch, ist dies ehrlich, wenn ich vorgebe, immer alles im Griff zu haben? Bin ich ein Vorbild, wenn ich mich stark gebe, obwohl ich mich schwach fühle? Ich bin und lebe schwarz oder weiss heiss oder kalt. Will heissen, entweder sage und schreibe ich Klartext oder ich lasse es. Halbheiten und Schönreden liegen mir nicht. Der lapidare Satz, nur positiv denken dann kommt alles gut, stimmt vielleicht in den Filmen von Rosamunde Pilcher, das Leben tickt nicht so einfach. Ich bin nun seit drei Wochen wieder zu Hause, habe zwar nun wieder eine Nase, die aber immer noch so unförmig komisch aussieht, dass ich wie vor der Rekonstruktion mein halbes Gesicht verhüllen muss. Vor der Operation konnte ich wenigstens durch das Loch (wo früher die Nase war) atmen. Nun habe ich eine Nase, durch die ich null atmen kann. Dadurch habe ich jeden Tag Kopfweh, weil ich dadurch einfach zu wenig Sauerstoff bekomme. Wenn ich mich im Spiegel anschaue, ohne rechtes Auge, voller Narben im Gesicht, ohne Haare auf der Schädeldecke, da man dort ein Transplantat nähen musste und nun keine Haare mehr wachsen werden, (später, wird man eine Haartransplantation machen, aber wann?) frage ich mich schon, ist dies noch lebenswert? Wann endlich kann ich wieder leben? Auch stinkt es mir, dass es Menschen gibt, vor allem auch Fachpersonal im Spital, denen ich ständig beweisen muss, dass ich zwar nicht normal aussehe, deswegen aber nicht Geistesgestört bin. Beispiel: Als ich im Spital am Lesen war, kam eine Spitalangestellte ins Zimmer, fragte mich ganz überrascht, „uch, sie lesen? Verstehen sie denn, was sie lesen?“ Ich dachte, sie meine, ich sei Ausländerin und erklärte, dass Deutsch meine Muttersprache sei, da meinte sie: „Das weiss ich, ich meine, ob sie es geistig verstehen?“ …. Solch diskriminierte Sprüche vom Fachpersonal kostet Energie, belasten mich und rauben mir die Kraft, weiter zu kämpfen. Wegen den vielen Operationen und vor allem wegen einem Antibiotika, dass aufs Gehör schlug, höre ich nicht mehr so gut. Deswegen ging ich zu einem Hörakustiker. Mein Mann war auch dabei. Der Hörakustiker ignorierte mich ganz, er schaute während dem er sprach nur meinen Mann an, als wäre ich nicht da. Wenn er mal, weil ich eine Frage hatte, mir eine Antwort gab, dann redete er ganz langsam nach jedem Wort machte er eine Pause, als müsste ich zuerst jedes Wort kapieren. Als er dann noch von „weniger Hirnleistung bei mir“ sprach, weil ich nur noch ein Auge habe, hatte ich genug und wechselte den Hörakustiker und das Geschäft. Mein Künstlername unter meinen Kollegen war «Crazy Woman». Weil ich ständig in Bewegung war, Dinge unternahm, wo andere den Kopf schüttelten und einen Marathon nach dem anderen lief ohne müde zu werden. Ich ging oft mit dem Kopf durch die Wand. Wenn ich von etwas überzeugt war, tat ich es und nahm auch Niederlagen in Kauf, die es natürlich auch gab. No risk, no fun war meine Devise. Von einem Energie-Bündel wurde ich zu einem Wrack. Ich weiss, dass es nichts bringt, über frühere inkompetente Ärzte, denen ich diese Situation zu verdanken habe, voller Wut zu grübeln. Doch die Gedanken kommen, ob ich will oder nicht. Klar hoffe ich immer noch, dass sich diese Radikal-Operation gelohnt hat, so, dass ich wieder leben kann. Die Frage ist: «Ist es diese verdammte Hoffnung, die all meine Qualen nur verlängern?»

  • Endlich wieder eine Nase

    Ich war vom 17.03.2020 bis mit 22.04.2020 im Spital. Nach der mehrstündigen Operation war ich zwei Tage auf der Intensivstation. Ich war froh, als ich die Intensiv–Abteilung verlassen konnte … Die ersten zwei Tage hatte ich trotz Schmerztabletten solche Schmerzen, dass ich mich fast nicht bewegen konnte. Ich fühlte mich sterbenselend. Ich hatte Schläuche im Kopf und auch bei den Rippen, die das Blut abführten, damit es nicht zu Entzündungen kommen konnte. Und natürlich eine Infusion am Arm. Erst ein paar Tage nach der Operation getraute ich mich, meine neue Nase anzuschauen. Die zwei Professoren haben ganze Arbeit geleistet. Sie war zwar noch total geschwollen und riesengross und glich eher einer Mike Tyson Boxernase. Doch ich wurde von den Ärzten gut vorbereitet und war gefasst, dass die Nase ein paar Monate braucht, bis sie in Form kommt. Doch wenn man ein paar Jahre ohne Nase war, fühlt sich auch eine Mike Tyson Nase herrlich an. 🙂 Zur Erinnerung: Die Nase wurde im Februar auf dem Unterarm gezüchtet. Nun wurde sie vom Unterarm mit Rippen Leistenhaut, Silikon und Schädelknorpel ins Gesicht genäht. Eine Woche später musste ich nochmals unters Messer. Da es im inneren der neuen Nase einen Hohlraum gab, der geschlossen werden musste, da es sonst zu Bakterienansammlung hätte kommen können. Bereits eine Woche später gab es nochmals eine kleine Operation. So geschlaucht ich auch war, nach den drei aufeinanderfolgenden Operationen, war ich sehr froh, endlich bei Ärzten zu sein, die bei Problemen, die nach einer Operation auftreten können, nicht einfach die Schultern zucken und von Abwarten reden bis es dann zu spät ist, sondern im richtigen Moment kompetent handeln und wissen, was zu tun ist. Nun kam das grosse Zittern, ob die neue Nase vom Gewebe akzeptiert wird. Am Anfang wurde das Gewebe der Nase jede zweite Stunde auch in der Nacht mit einem Gerät untersucht, ob es noch „lebt“. Auch die Ärzte kamen jeden Tag und kontrollierten meine Nase sehr genau. Die Nase wurde vom Gewebe akzeptiert. Grosse Mühe machte mir, dass ich nicht durch die Nase atmen konnte. Dadurch bekam ich zu wenig Sauerstoff und erwachte jeden Morgen mit Kopfweh und einem ausgetrockneten Mund. Ab der dritten Woche konnte ich dann mit einer Physiotherapeutin einige Übungen machen. Es ist schon nicht einfach, wenn man sich gewohnt ist, sonst Hanteln im Fitnesscenter zu stemmen und nun mit Mühe und Not ein Gummi Band etwas in die Länge zieht. Meine neue Nase machte und macht mir Freude. Sie entfernt sich immer weiter weg von einer Mike Tyson Boxernase. Es wird nach zwei Monaten noch optische Nachkorrekturen geben, damit sie nicht mehr so «klobig» aussieht. Doch, ich bin einfach glücklich und dankbar, was meine Ärzte im Unispital Basel - allen voran Prof. Haug und Prof. Kunz - geschaffen haben! Es ist das erste Mal, seit ich 2012 an Nasenkrebs erkrankte, dass ich es mit emphatischen und kompetenten Ärzten zu tun habe. Beide haben so eine stille Autorität, will heissen, sie gehen, wenn es geht, auf die Wünsche der Patienten ein. Wenn es aber Wünsche sind, die nicht möglich sind, sagen sie dies klipp und klar und begründen auch warum. Man hat vor solchen Ärzten grossen Respekt aber keine Angst. Ich hoffe einfach, dass man bald eine Lösung findet, damit die Nasenatmung funktioniert. Eine Nase durch die man nicht atmen kann, ist wie ein Auto ohne Motor. Nach vier Wochen konnten meine Nase und ich das Spital wieder verlassen. Nun bin ich zu Hause und werde von meinem Mann verwöhnt und erhole mich.

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© 2020 Susi Schildknecht-Gut