• Susi Schildknecht-Gut

Spitalaufenthalt von 11.02.20 - 18.02.20

Operation gelungen, Patientin lebt auch noch


Kurze Vorgeschichte

Seit 2012 habe ich eine Operation nach der anderen. Weil frühere Ärzte in anderen Spitälern Tumore übersehen haben, wucherte der Krebs „ungestört“ weiter.

Viele Ärzte bastelten an mir rum. Wenn dann jeweils die OP nicht gelungen war und die Götter in Weiss überfordert waren, hiess es, dass sei nun halt so oder sie überwiesen mich an einen noch inkompetenteren Arzt.

Nun, seit Herbst 2017 bin ich im Unispital Basel. Dieses Spital habe ich selber ausgesucht und bin sehr zufrieden. 🙂

Endlich wurde ich kompetent operiert endlich bin ich seit fast zwei Jahren das erste Mal Krebs frei.

Da man mir einen Teil der Schädeldecke und Stirne, einen Teil der Wange und das rechte Auge mit Augenhöhle entfernen musste, wird die Wiederherstellung Monate dauern. Im Jahre 2019 wurde mir die Schädeldecke und Stirne rekonstruiert. Die Form ist super gelungen.


Aktuell

Am 12.02.2020 fing die Wiederherstellung der Nase an, aber nicht im Gesicht, sondern man züchtet mir eine Nase auf dem Unterarm.

Hä? Wie geht das? 😯

Es war eine vier stündige Operation. Man entnahm mir Haut von der Leiste, weil die von der Farbe her am ehesten ins Gesicht passt. Auf den Unterarm wurde mit Silikon das innere der späteren Nase vorbereitet und auf den Unterarm genäht. Auf dieses Silikon kam nun die Leistenhaut drauf. Danach kappte man die Pulsader und verband sie mit der Leistenhaut, damit sie gut durchblutet wird.

So bleibt dies nun etwa fünf Wochen. In dieser Zeit habe ich absolutes Sportverbot ☹ und absolutes Haushaltungs- und Kochverbot 🙂. Das Kochen erledigt bei uns Gott sei Dank schon immer mein lieber Mann, René. Wenn wir Gäste haben und ich koche, kommen die Gäste nicht mehr. 🙈 Wenn mein Mann kocht, schwärmen die Gäste noch wochenlang von dem ach so feinen Essen meines Mannes. 😋Ich glaube, dies sagt alles.


Wie geht es weiter

Im März kommt dann die komplexe Operation. Die Unter- und Leistenhaut mit dem Silikon wird mir vom Unterarm entnommen. Mit Rippen und Rippenknorpel formt der Arzt meine neue Nase und näht sie ins Gesicht. Froh bin ich, dass man wegen der neuen Haut die Narben rund um die Nase, wenn es verheilt ist, nicht mehr sehen wird, weil die Haut dies verdeckt.

Dann kommt eine Zeit, die erneut viel Geduld braucht. Am Anfang ist die Nase natürlich blutunterlaufen und deswegen auch noch unförmig. Ob das Gesicht meine neue Nase akzeptiert weiss man erst in ein paar Monaten. Das bedeutet, dass man die Nase (ausser evtl. kleine Nachkorrekturen) um sich zu „integrieren“, bis ungefähr Juli in Ruhe lassen muss.


Ich versuche durchzuhalten nach meinem Motto:

„Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage“!


Ich halte Euch auf dem Laufenden!


#krebsgesicht #neueNase #Wiederherstellung



Treten Sie mit mir in Kontakt

  • Twitter Susi Schildknecht-Gut

Leiden Sie an Krebs oder einer anderen schwerwiegenden Krankheit und erleben Sie Ähnliches im Umgang mit Ärzten, Pflegepersonal und Spitälern wie ich?

 

Hat eine Krankheit oder ein Unfall sichtbare Spuren bei Ihrem Aussehen hinterlassen und Sie spüren auf Schritt und Tritt den Blick der irritierten Gesellschaft?

 

Suchen Sie den Austausch mit jemandem, der weiss, wie es Ihnen geht und wie Sie sich fühlen? Oder haben Sie sonst eine Mitteilung für mich?

Zögern Sie nicht – kontaktieren Sie mich. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

© 2020 Susi Schildknecht-Gut